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AktienCharttechnik

Charttechnik

Was ist Charttechnik?

Die Charttechnik ist eine Analyse-Methode für Aktien und andere Börsenwerte. Dabei zählen bei der Charttechnik nur harte Fakten. Nämlich die Börsen-Kurse der Vergangenheit. (Ein Chart ist ein Preisdiagramm)

Dabei gibt es diverse Ansätze, wie die vergangene Kursentwicklung auf die Zukunft zu übertragen ist. Obwohl zahlreiche Kritiker die Charttechnik als Hokuspokus verteufeln, gibt es Händler und Fonds, die mit Charttechnik erfolgreich arbeiten. Ein Erfolgsfaktor der Charttechnik, welcher letztendlich zum Erfolg führt, ist die extrem hohe Disziplin. Kursziele und Widerstände können mathematisch berechnet werden. Verläuft der Kurs wie erwartet, bleibt der Händler investiert, bricht er aus dem vorausgesagten Muster aus, wird sofort die Notbremse gezogen und verkauft. Grosse Verluste sind somit begrenzt. Aber wenn der Erfolg ausbleibt, können sich bekanntlich auch viele kleine Verluste zu einem grossen Verlust auftürmen.

Ein weiterer Faktor, der für Charttechnik spricht, ist das Herdenverhalten der Investoren. Steigt der Kurs, springen immer mehr Investoren auf und ein stetiger Kursverlauf lockt weitere Anleger auf den fahrenden Zug (positiver Trend). Sobald der Kurs aber ins Stocken gerät und aus dem gewohnten Muster ausbricht, bekommen die Anleger kalte Füsse und wollen alle gleichzeitig durch die einzige Tür den Zug verlassen, was bekanntlich nicht geht (Trendumkehr).

Beispiel:
Ein Charttechniker kann sich dies zunutze machen, indem er Kurse analysiert und versucht einen Wert zu finden, der gerade ins Rollen kommt aber noch nicht volle Fahrt aufgenommen hat. Erwischt er einen guten Einstieg, kann er warten, bis weitere Anleger auf den Wert aufmerksam werden und so den Kurs hochtreiben. Seine Verkaufslimits hat er dabei so gesetzt, dass sofort verkauft wird, wenn der Kurs vom Trend abweicht, noch bevor die Herde darauf reagieren kann. Dies ist die sogenannte Trendfolge-Strategie.

positiver trendkanal

Natürlich ist auch die Charttechnik nicht das einzig wahre Erfolgsrezept. Sie lässt sich aber ideal mit anderen Analysen kombinieren, um den Einstiegs und Ausstiegszeitpunkt zu optimieren. Wahre Chart-Gurus, die nur auf Charttechnik schwören, kümmern sich dagegen nicht im Geringsten um den zugrundeliegenden Wert. Es kann eine Aktie, Zinsen oder Schweinebäuche sein! Hauptsache schöne Kursmuster!

In der Chartanalyse gibt es zahlreiche Instrumente, um die weitere Kursentwicklung vorauszusagen. Sie lassen sich in zwei Klassen einteilen: Chart-Formationen und Technische-Indikatoren.

 

Chart-Formationen

Chart-Formationen sind Kursmuster, die sich in den Charts einzeichnen lassen. Anhand dieser Muster können Trends, Widerstände, Unterstützung und Trendumkehr prognostiziert werden. Die wichtigsten Formationen sind:

- Trendlinien und Trendkanäle

trendkanal

 

- Dreiecks-Formationen

steigende-dreiecks-formation

- Untertassen

untertassen-formation

- Zweifach und dreifach Hoch (sowie zweifach- und dreifach Tief)

zweifachhoch

 

- Schulter-Kopf-Schulter

schulter-kopf-schulter-formation

- Flagge

- Keil

- Wimpel

- Rechteck

- Elliot-Wellen

- und weitere

 

Technische-Indikatoren

Die Indikatoren sind statistische Werte, die sich anhand von Grössen berechnen lassen wie: Preisentwicklung, gehandeltem Volumen, Entwicklung des Gesamt-Aktienmarkts usw. Jeder Indikator hat eine andere Aussagekraft und kann helfen, einen Kauf oder Verkaufsentscheid zu treffen. So lässt sich zum Beispiel die Schwungkraft einer Kursbewegung anhand des Momentums messen. Oder die relative Stärke (RSI), ein Wert der zwischen 0 und 100 ausfallen kann, zeigt auf, ob ein Titel eher überverkauft oder überkauft ist.

Wichtige Indikatoren sind:

- Gleitender Durchschnitt (Moving Average -> MA)

- Momentum

- RSI (Relative Strength Index)

- Stochastik

- Williams Range

- Bollinger Bänder

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