Menü

Geldmarkt

Was bedeutet Geldmarkt?

Definition: Als Geldmarkt wird der Markt für verzinsliche Wertpapiere bezeichnet, die innerhalb der nächsten 12 Monate zur Rückzahlung fällig werden. Der Geldmarkt ist der Markt für Papiere, in denen Liquidität sicher für kurze Zeit angelegt werden kann. Der Markt für Geldmarktpapiere orientiert sich an den kurzfristigen Zinsen der Notenbanken und den Referenzzinssätzen LIBOR und EURIBOR

 

Bedeutung des Geldmarkts

Der Geldmarkt ist für Anleger von grösster Bedeutung, um Cash (Liquidität) kurzfristig anzulegen. Die kurze Restlaufzeit reduziert das Zinsänderungsrisiko und das Ausfallrisiko enorm, weshalb Geldmarktpapiere guter Bonität als risikolose Anlagen betrachtet werden. In allen wichtigen Währungen existiert ein liquider und milliardenschwerer Markt für kurzfristige Papiere, den besonders institutionelle Anleger nutzen. Für Private stehen Anlagelösungen wie Geldmarktfonds zur Verfügung. Diese investieren in eine vielzahl von kurzfristigen Anlagen und verteilen so das Schuldnerrisiko sehr breit. In einem Tiefzinsumfeld sind aber die Kosten im Auge zu behalten und mit der Rendite zu vergleichen.

 

Besonderheiten des Geldmarkts

Der Geldmarkt umfasst einerseits Anleihen, die inner Jahresfrist fällig werden, ursprünglich aber für mehrere Jahre ausgegeben wurden.

Andererseits spielen auch kurzfristige Schuldverschreibungen eine wichtige Rolle im Geldmarkt. Das sind verzinsliche Anlagen, die mit einer Laufzeit von wenigen Monaten ausgegeben werden. Staatliche Geldmarktpapiere werden Treasury-Bills (USA), BU-Bills (Deutschland) oder Geldmarktbuchforderungen (Schweiz) genannt. Geldmarktpapiere von Unternehmen werden als Commercial Papers bezeichnet.

Menü