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AnleihenArten von AnleihenHigh-Yield-Bonds

Hochzinsanleihen (High-Yield)

Was sind Hochzinsanleihen / High-Yield-Bonds?

Definition: Hochzinsanleihen sind Anleihen von Schuldnern mit einer tiefen Schuldnerqualität. Die Bonitätsnote ist tiefer als BBB- und liegt somit nicht mehr im sicheren Investment-Grade-Bereich, sondern im spekulativen High-Yield Bereich. Diese Schuldner haben eine höhere Verschuldung und/oder eine schlechtere Ertragskraft als Schuldner mit einem hohen Rating. Für das erhöhte Ausfallrisiko wird der Anleger mit einem höheren Zins entschädigt. Daher der Name Hochzinsanleihen respektive High-Yield-Bonds. Sie werden auch als Junk-Bonds (Schrottanleihen) bezeichnet, was die tiefe Schuldnerqualität und das erhöhte Ausfallrisiko betont.


Bedeutung von Hochzinsanleihen / High-Yield-Bonds

Anleihen in diesem Segment sind bei Anlegern aufgrund ihrer hohen Rendite beliebt. Um von der hohen Rendite zu profitieren und gleichzeitig das Ausfallrisiko zu minimieren, empfiehlt sich eine Streuung auf möglichst viele verschiedene Hochzinsanleihen. Daher haben sich im High-Yield-Segment vor allem High-Yield-Fonds etabliert, die dem Privatanleger eine breite Diversifikation und eine Risikokontrolle durch den Fondsmanager bieten.

Doch auch professionelle Anleger legen aus Chancen-Überlegungen ein Teil ihres Vermögens in High-Yield-Bonds an. Neben Fonds kommen hier auch Vermögensverwalter zum Zug, die sich auf Hochzinsanleihen spezialisiert haben.

Das Risiko einer Hochzinsanleihe ist erheblich und mit dem einer Aktie zu vergleichen. Ist die Rückzahlung ungewiss, handelt eine solche Anleihe schnell einmal unter 50% des Ausgabewerts; kann aber bei vollständiger Rückzahlung durch den Schuldner wieder auf 100% steigen, was einer Erholung von +100% gleichkommt. Auch kann es vorkommen, dass der Markt für eine Hochzinsanleihe völlig austrocknet und keine Liquidität mehr verfügbar ist. Das heisst, dass entweder Käufer oder Verkäufer am Markt völlig fehlen und somit über Wochen kein gehandelter Kurs zustande kommt, an dem man sich orientieren könnte.

Wichtig zur Bewertung von Hochzinsanleihen ist der Aufschlag, den solche Papiere gegenüber risikolosen Anlagen zahlen. Dieser Aufschlag wird Spread genannt. In guten wirtschaftlichen Zeiten ist der Spread tief und liegt typischerweise zwischen +3 und +5%. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten steigt der Aufschlag auf +5 bis +10% oder höher, weil die Ungewissheit über fristgerechte Rückzahlung grösser wird. Eine Veränderung des Spreads äussert sich in einer Kursveränderung der Anleihe. Sinkt der Spread, so steigt der Kurs der Anleihe; steigt der Spread, so sinkt der Kurs der Anleihe. 

Kommt eine Anleihe in Zahlungsrückstand, handelt der Kurs bei einem Bruchteil des Ausgabewerts. Spezialisierte Fonds haben sich dem Handel mit solchen Anleihen verschrieben, von denen sie sich eine Erholung erhoffen. Diese Anleihen und Fonds werden Distressed Debt genannt.

 

Auswahl an Non-Investment-Grade-Schuldner

Auflistung einiger Schuldner aus dem Hochzins-Bereich. Stand 14.08.2012.

  • Alcatel
  • Argentinien
  • Bombardier
  • Continental
  • Fiat
  • Ford
  • Fresenius
  • Heidelberg Cement
  • Hornbach Baumarkt
  • Jamaika
  • Kabel Deutschland
  • Klöckner und Co
  • Peugeot
  • Renault
  • Royal Carribean Cruises
  • Rumänien
  • Schaeffler
  • Thyssen Krupp
  • TUI
  • Ungarn
  • Ukraine
  • Venezuela
  • Wienerberger

 

 

 

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