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Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Definition: Staatsanleihen (auch Staatsobligation) sind verzinsliche Wertpapiere, die von einem Staat herausgegeben werden. Der Staat nutzt die Anleihe, um am internationalen Kapitalmarkt Geld aufzunehmen, das er für den Staatsbetrieb und Investitionen benötigt.


Bedeutung von Staatsanleihen

Staatsanleihen von Ländern mit solidem Staatshaushalt gelten als die sichersten Wertpapiere der Welt. Weltweit nutzen Anleger sowie auch Notenbanken das Mittel der Staatsanleihe, um ihr Geld möglichst sicher anzulegen. Als sicherste Staatsanleihen gelten Anleihen von Staaten, die mit einem AAA-Rating ausgestatten sind, der höchsten Bonitätsnote. (Deutschland, Schweiz, Kanada, Australien)

Doch in der Geschichte sind unzählige Beispiele bekannt, bei denen selbst ein Staat seine Schulden nicht mehr bedienen konnte und den Staatsbankrott ausrufen musste. Entwicklungsländer aber auch Industrieländer mit hoher Schuldenlast haben eine tiefere Bonitätsnote und zahlen höhere Zinsen auf ihren Anleihen, um an Geld zu kommen, weil sie weniger Sicherheit bieten und eine Geldanlage für Anleger somit riskanter ist.

Jünste Beispiele von Zahlungsausfällen bei Staatsanleihen sind: Griechenland und Argentinien.

 

Besonderheiten bei Staatsanleihen

  • "Bund" ist der Händlerbegriff für Deutsche Bundesanleihen, die als Bundesanleihe, Bundesobligation, Bundesschatzbrief von der Deutschen Finanzagentur herausgegeben werden.
  • "Eidgenossen" sind im Händerjargon Anleihen der Schweizerischen Eidgenossenschaft
  • "Treasury" ist das US-Schatzamt, welches Anleihen begibt. Unterjährige Papiere werden T-Bills oder Treasury Bills genannt. Anleihen bis zu 10 Jahren T-Notes und Anleihen über 10 Jahre T-Bonds.
  • Ist die Rückzahlung der Anleihe vom Preisniveau abhängig, spricht man von einer Inflationsanleihe
  • Ist die Zeichnung einer Staatsanleihe für den Bürger verpflichtend, spricht man von einer Zwangsanleihe
  • Nimmt der Staat in einer fremden Währung Geld auf, spricht man von einer Fremdwährungsanleihe
  • Staatsanleihen von Schwellenländern sind in der Finanzwelt als Emerging-Market-Bonds bekannt.
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