Menü

   Was uns bewegt:      Comeback der Inflation?       Bond-Bubble im Anmarsch?     Bargeldverbot?     Negativzinsen?      mit Forum

FinanzlexikonBitcoin | Was sind Bitcoins?

Bitcoin | Was sind Bitcoins?

Was sind Bitcoins?

Definiton Bitcoin: Bitcoin ist eine sogenannte Kryptowährung, mit der sich Geldgeschäfte bankenunabhänig in einem Computernetzwerk über die sogennannte Block-Chain-Technologie tätigen lassen.

Bitcoins Entstehung

Seinen Anfang fand Bitcoin im Jahr 2008. Aus dem zunächst kleinen Nischenprojekt einer mysteriösen Person, die sich «Satoshi Nakamoto» nannte, wurde ein globales Phänomen, das immer weitere Kreise zog. Alles begann mit der Idee, eine virtuelle Währung ins Leben zu rufen, mit der sich Online-Zahlungen schnell und günstig durchführen lassen – jenseits traditioneller Bankenkanäle. Bei Bitcoin handelt es sich folglich um ein virtuelles Geldsystem. Bitcoin ist eine Kryptowährung, weil sie auf sogenannten kryptografischen Prinzipien aufgebaut ist. Kryptowährungen gibt es an sich viele: (bereits über 700). Zusammen weisen sie eine Marktkapitalisierung von insgesamt rund 12.8 Milliarden US-Dollar auf. Den grössten Anteil hat die bekannteste: Das ist Bitcoin mit ca. 10.7 Milliarden US-Dollar (coinmarketcap.com, 05.07.2016).

Bitcoin Funktionsweise

Bitcoin resultiert aus einer dezentral gelagerten Datenbank – der sogenannten Blockchain –, die alle getätigten Transaktionen in Blöcken enthält. Das unter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» im Jahr 2008 verfasste White Paper «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System» beschreibt Bitcoin als ein rein elektronisches «Peer-to-Peer»-Geldsystem, das Online-Zahlungen zwischen zwei Parteien ohne Einbindung eines Intermediäres wie einer Bank zulässt. Unter «Peer-to-Peer» versteht man die «Kommunikation unter Gleichen». Gegenüber herkömmlichen Währungen und Zahlungsabwicklungen weist dies Vorteile auf: Genannt werden zum Beispiel eine hohe Anonymität, niedrige Transaktionskosten sowie die limitierte Anzahl umlaufender Bitcoins. Zwar wächst deren Zahl derzeit wegen des anhaltenden «Schürfens» von immer neuen Bitcoins, des sogenannten «Minings». Doch wurde die maximale Menge auf 21 Millionen begrenzt. Erst im Jahr 2041 kann sie erreicht werden.

Eine zentrale Überwachungsinstanz für die Herausgabe von Bitcoins gibt es nicht. Verteilt werden sie über ein grosses Netzwerk von Computern. Bei der Blockchain handelt es sich um die Produktionsquelle für Bitcoins. Wird eine Transaktion (A möchte Geld zu B überweisen) ausgelöst, wird sie einem «Block» angefügt. Zur Ausführung der Transaktion muss der «Block» durch einen «Miner» (zu Deutsch: Minenarbeiter) verifiziert werden. Dies geschieht durch den sogenannten «Proof-of-Work», wobei ein oder mehrere Computer ein mathematisches Rätsel lösen müssen. Sobald es geknackt wurde, wird der «Block» der «Chain» (Kette) angehängt. Die Blockchain, die nun wieder sämtliche Bitcoin Transaktionen umfasst, wird dem Netzwerk zugestellt. Im Durchschnitt wird alle zehn Minuten ein solcher «Block» der «Chain» angefügt und dies dem Computer-Netzwerk mitgeteilt.

Geldschaffungsprozess bei Bitcoin

Man bezeichnet diesen Prozess als «Mining», denn neue Bitcoins werden stetig «geschürft», was die Menge umlaufender Einheiten ständig wachsen lässt. Doch was hat das «Mining» mit dem Bitcoin zu tun? Der «Miner» wird für seine erfolgreiche Arbeit – das Lösen des Rätsels – vergütet. Dies erfolgt über die Generierung neuer Bitcoins; sie werden ihm überwiesen. Um zu verhindern, dass die Zahl umlaufender Bitcoins ins Unermessliche steigt und inflationäre Tendenzen annimmt, wird die Vergütung für jeden neuen «Block» jedoch im Schnitt alle vier Jahre halbiert. Damit wird die erwähnte Begrenzung auf 21 Millionen Bitcoins im 2041 sichergestellt. Man bezeichnet diesen Vorgang als «Halving».

Bitcoin als Anlageklasse?

Bitcoin zeigt gemäss dem erwähnten Research White Paper «Bitcoin: Ringing the Bell for a New Asset Class» (Juni 2016) die Charakteristiken einer einzigartigen Anlageklasse auf. So handelt es sich um den am geringsten korrelierten Vermögenswert gegenüber traditionellen Anlageklassen. Die rollierende durchschnittliche Ein-Jahres-Korrelation von Bitcoin zum US-Leitindex S&P 500, zu US-Anleihen, Gold, US-Immobilien, Öl und Emerging-Markets-Währungen aus fünf Jahren (Dezember 2011 bis April 2016) lag nahe null; die Kursentwicklungen waren also nicht gleichlaufend. Es wird daher immer häufiger darüber diskutiert, inwiefern Bitcoin zur neuen sogenannten «Safe Haven»-Anlageklasse werden und Gold als «sicheren Hafen» ablösen könnte. Aus Portfoliosicht könnte sich Bitcoin mit seinen hervorragenden Diversifikationseigenschaften zur Beimischung in Wertschriftendepots für Investoren mit erhöhter Risikobereitschaft durchaus eignen.

Stichwort Risiko: Eine Anlage in Bitcoin wäre auf jeden Fall mit einem erhöhten Risiko verbunden. Der erwähnten Studie ist zu entnehmen, dass die wöchentliche Schwankungsbreite im Vergleich zu den genannten Anlageklassen in allen analysierten Perioden am höchsten ausfällt. Gegenüber dem Bitcoin-Start im Jahr 2008 ist sie allerdings deutlich zurückgegangen. Die Autoren der Studie sehen die Gründe in stabileren und liquideren Börsenplätzen, besseren regulatorischen Zulassungen sowie zunehmend zuverlässigeren Preisdaten.

Letztlich bleibt die Frage, ob Investoren für das eingegangene Risiko über entsprechende Renditechancen entschädigt werden. Dazu wurden in der Studie die «Sharpe Ratios» analysiert. Die Kennzahl ist ein verbreitetes Mass für risikoadjustierte Renditen. Sie misst die Renditen über dem risikofreien Zins (3-Monats US-Treasury Bill) pro eingegangener Risikoeinheit (Volatilität). Das Ergebnis: Im fünfjährigen Betrachtungszeitraum fielen die risikoadjustierten Renditen sehr gut aus, obwohl die Volatilität – historisch gesehen – sehr hoch war. Gemäss der erwähnten Studie sind die berechneten «Sharpe Ratios» ausgezeichnet. In allen fünf Perioden (letzte fünf, vier, drei, zwei, ein Jahr[e]) lieferte Bitcoin (im Vergleich zu den anderen Anlageklassen) die besten positiven Renditen im Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Historische Daten können jedoch keine Hinweise auf künftige Entwicklungen geben.

Vontobel: erste Schweizer Emittentin eines Bitcoin-Zertifikats

Bei dem VONCERT auf Bitcoin in US-Dollar handelt es sich um ein klassisches Partizipationszertifikat mit zweijähriger Laufzeit, das Anleger erstmalig an der Wertentwicklung der interessanten Kryptowährung teilhaben lässt. Dies in Form eines Wertpapiers, das einfach und transparent gehandelt werden kann. Investoren haben so neu die Möglichkeit, mit einem Anlagezertifikat an der Entwicklung des Bitcoin-Kurses in US-Dollar (nahezu eins zu eins an dessen Gewinnen, aber auch Verlusten) zu partizipieren.

Symbol: ZXBTUV

Valor: 32760611

Verfall: 16.07.2018

Währung: USD

 

 
Menü