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Fonds

Ausschüttungsfonds und Thesaurierungsfonds

Anlagefonds werden entweder als Ausschüttungsfonds oder als Thesaurierungsfonds aufgesetzt.

Was ist der Unterschied?

 

Ausschüttungsfonds

Ein Ausschüttungsfonds ist ein Anlagefonds, der seine Erträge (Zinsen & Dividenden) an die Anteilsinhaber ausschüttet. Er ist für Anleger geeignet, die auf ein Einkommen aus ihren Fondsanlagen angewiesen sind. Die meisten Fonds schütten jährlich aus, teilweise wird aber auch halbjährlich, vierteljährlich oder sogar monatlich ausgeschüttet. Fondsgesellschaften fördern auch die Wiederanlage der Ausschüttung in neue Fondsanteile.

Fonds mit Ausschüttung werden oft mit den Kürzeln dist (distributing) oder inc (income) versehen.

 

Thesaurierungsfonds

Ein Thesaurierugnsfonds ist ein Anlagefonds mit Thesaurierung der Erträge. Thesaurierung bedeutet, dass Erträge (Zinsen & Dividenden) im Fondsvermögen verbleiben und vom Anlagefonds wieder neu veranlagt werden. Anleger erwarten statt einer Ausschüttung einen kontinuierlichen Wertzuwachs.

Fonds mit Thesaurierung werden oft mit den Kürzeln acc (accumulating) oder cap (capitalisation) versehen.

Offene und geschlossene Fonds

Anlagefonds werden entweder als offene oder als geschlossene Fonds aufgelegt.

Was ist der Unterschied?

 

Offene Fonds

Offene Anlagefonds sind verpflichtet, laufend neue Anteile herauszugeben und laufend Anteile zum Inventarwert zurückzunehmen. Anleger können offene Fonds demnach laufend zeichnen und zurückgeben. Die ausstehenden Anteile bei einem offenen Fonds ändern sich ständig. Offene Fonds werden auch als "open end funds" bezeichnet.

Offene Fonds einen sich für liquide Anlagen wie börsengehandelte Aktien und Anleihen.

 

Geschlossene Fonds

Zeichnung und Rückgabe von Anteilsscheinen bei geschlossenen Fonds sind nach der Emission nicht mehr möglich. Anleger können in den Fonds nur einsteigen, wenn er bei der Neuemission (Gründung) Anlagegelder einsammelt.

Sind die Anteilsscheine des geschlossenen Fonds an einer Börse notiert, können sie dort gehandelt werden. Der Preis wird jedoch von Angebot und Nachfrage ermittelt und reflektiert nicht den Nettoinventarwert des Fonds. Geschlossene Fonds werden auch als "closed end funds" bezeichnet.

Geschlossene Fonds eignen sich für illiquide Anlagen, wie Immobilien, Private Equity und Infrastruktur.

Fondsdomizil

Ein Anlagefonds ist eine eigene Rechtspersönlichkeit, die unter der Fondsgesetzgebung eines bestimmten Domizillandes gegründet wird.

Das Fondsdomizil beschreibt, in welchem Land der Fonds aufgesetzt ist.

Es gibt unterschiedliche Plätze, die sich als beliebte Fondsdomizile etabliert haben. Dabei gilt es zwischen Onshore Funds und Offshore Funds zu unterscheiden.

 

Onshore Funds

Onshore Funds (frei übersetzt "Festland-Fonds") sind Anlagefonds, die ihr Domizil in einem Land mit umfassender Fondsgesetzgebung und gutem Anlegerschutz haben.

Als beliebte Onshore-Fondsdomizile in Europa haben sich vor allem Luxemburg und Irland etabliert.

Onshore-Funds werden nicht nur im Fondsdomizil selbst, sondern je nach Zulassung in ganz Europa öffentlich vertrieben.

 

Offshore Funds

Offshore Funds haben das Fondsdomizil in einem Land, das bezüglich Regulierung möglichst viel Freiheit und Steuervorteile bietet.

Als beliebte Offshore-Fondszentren haben sich die Finanzzentren der Karibik (British Virgin Islands, Cayman Islands) etabiert. Sie werden vor allem von Hedgefonds genutzt, die nur privat und nicht öffentlich vertrieben werden.

Einzelfonds vs Dachfonds

Anlagefonds können in ihrer Struktur entweder als Einzelfonds oder als Dachfonds aufgesetzt sein.

Was ist der Unterschied zwischen einem Einzelfonds und einem Dachfonds?

 

Was sind Einzelfonds?

Einzelfonds sind Anlagefonds, die direkt in Wertpapiere wie Aktien und Anleihen investieren. Das bedeutet, dass der Anlagefonds selbst für eine gute Diversifikation der Anlagegelder besorgt ist.

Der Vorteil vom Einzelfonds ist die Kostentransparenz, weil nebst Verwaltung und Handelskosten keine zusätzlichen Kosten durch die Wertpapiere mehr verursacht werden, da es sich um Direktanlagen handelt.

 

Was sind Dachfonds (Fund of Funds)?

Dachfonds (englisch Fund of Funds) investieren nicht direkt in Wertpapiere, sondern in andere Anlagefonds. Die Aufgabe des Fondsmanager ist, die besten Anlagefonds auszumachen und in diese zu investieren. Das Dachfondskonzept wird meist bei Hedgefonds angewandt, um eine gute Manager-Diversifikation zu erreichen. Durch die Investition in Anlagefonds, kommt eine zusätzliche Kostenkomponente hinzu, da sowohl die Anlagefonds selbst eine Verwaltungsgebühr erheben, als auch der Dachfonds.

Fondswährung

Als Fondswährung bezeichnet man die Währung, in der ein Anlagefonds seine Rechnung führt und Anteile herausgibt und zurücknimmt.

Normalerweise entspricht die Fondswährung der Währung, in die der Anlagefonds auch investiert ist.

So liegt es nahe, dass ein Aktien-Deutschland-Fonds in EUR herausgegeben wird und ein Aktienfonds-Schweiz in Schweizerfranken.

 

Fonds in Fremdwährungen

Kauft ein Anleger ein Fonds in einer Währung, die nicht seiner eigenen Währung entspricht, so geht er als Anleger ein Fremdwährungsrisiko ein.

Wenn zum Beispiel ein EUR-Anleger ein Aktienfonds-USA in USD kauft, kann ein starker Kursverlust auf dem Dollar seine Rendite in EUR beeinträchtigen.

 

Fremdwährungen im Fonds

Ein Anlagefonds investiert aber nicht immer nur in der Heimwährung. So wird ein global ausgerichteter Aktienfonds, der in EUR herausgegeben wird auch Teile seines Vermögens in Dollar, Pfund und Yen anlegen. Obwohl auf dem Papier für den Anleger kein Fremdwährungsrisiko besteht, da er ja EUR in einen EUR-Fonds investiert hat, beeinträchtigen die Fremdwährungen die Kursentwicklung in EUR und bilden ein Fremdwährungsrisiko.

Währungsabsicherung im Fonds

Um dem oben genannten Problem entgegenzutreten, gibt es immer mehr Fonds die eine Währungsabsicherung anbieten. Eine Währungsabsicherung nennt man "Currency Hedge". Darum sind Fonds mit einer Währungsabsicherung meist mit dem Zusatz "EUR hedged" oder "CHF hedged" versehen.

Eine Währungsabsicherung funktioniert wie folgt: Ein Aktienfonds-USA wird in EUR herausgegeben, investiert alle EUR in USD-Aktien und sichert dann den gesamten USD Bestand gegen den EUR ab.

Die Entwicklung des USD hat somit keinen Einfluss mehr auf die Wertentwicklung des EUR Fonds. Entscheidend ist alleine die Wertentwicklung der US-Aktien in Dollar gemessen. Was die Aktien in Dollar zulegen, erhält der Anleger eines EUR-hedged-Fonds auch in Euro. Absicherungen sind mit Zusatzkosten verbunden, die vor allem dann teuer werden, wenn die Zinsdifferenz zwischen zwei Ländern sehr gross ist.

Sektoren und Themenfonds

Anlagefonds haben oft das Anlageunivesum eines speziellen Anlagesektor oder Anlagethemas.

Anbei die wichtigsten Anlagesektoren und Anlagethemen bei Aktienfonds und Anleihenfonds.

Aktienfonds nach Sektoren

Aktiensektoren nach MSCI

die MSCI Sektoren sind nach ihrer Grösse sortiert:

 

Financials

 

 

 

Finanzwerte:

-Banken

-Vesicherungen

-Börsen etc. 

Consumer Discretionary

 

 

 

Konsumgüter zyklisch:

-Auto

-Bekleidung

-Restaurants etc.

Industrials

 

 

 

Industriewerte:

-Elektrische Anlagen

-Maschinenbau

-Flugzeugbau

-Transport etc.

Consumer Staples

 

 

 

Basiskonsumgüter (nicht zyklisch)

-Nahrungsmittel

-Haushaltsprodukte

-Körperpflege etc.

Health Care

 

 

Gesundheitswesen

-Pharma

-Biotech

Information Technology

 

 

 

Technologiewerte

-Internet

-Software

-Halbleiter (Chips etc)

Energy

 

 

Energie

-Öl und Gas Konzerne

-Zulieferer und Pipelines

Basic Materials

 

 

 

Basismaterial

-Bergbau

-Chemie

-Papier und Forstwirtschaft

Telecommunication Service

 

Telekom

-Telefon & Mobilfunkbetreiber

Utilities

 

Versorger

-Strom, Gas und Wasserversorger

 

Aktienfonds nach Themen

Themenfonds investieren über die gesamte Wertschöpfungskett in ein Anlagethema das sektorübergreifend ist. So investiert z.B. ein Aktienfonds der sich auf das Thema Agrar fokussiert hat sowohl in Hersteller von Traktoren (Industrie), Dünger (Basismaterial) und Lebensmittelverarbeiter (Consumer Staples).

Es wird immer wieder neue Anlagethemen geben, weshalb diese Liste keinesfalls abschliessend ist.

Agribusiness Agrar-Aktien
New Energy erneuerbare Energien
Water Unternehmen die Wasser aufbereiten und verteilen
Rare Earth Unternehmen die "seltene Erden" fördern
High Dividend Unternehmen mit hoher Dividende
Small Caps Kleine Unternehmen
Mid Caps Mittlere Unternehmen

 

Anleihenfonds

Bei Anleihenfonds wird die Anlageregion meist durch die Währung bestimmt.

Weiter kann der Anleihenmarkt in verschiedene Segmente unterteilt werden. Viele Fonds investieren gezielt nur in eines dieser Segmente:

Absolute Return Anleihenfonds ohne Benchmark, der in jeder Marktsituation positive Rendite erzielen will
Aggregate Gesamtmarkt - Anleihenfonds die in den gesamten Bondmarkt investieren
Convertibles Wandelanleihen
Corporates Unternehmensanleihen
Emerging Markets Schwellenländer Anleihen
Government Staatsanleihen
High Yield Hochzinsanleihen
Inflation Linked Inflationsgeschützte Anleihen
MBS Hypotheken-Pfandbriefe

 

Regionen Fonds

Anlagefonds werden oft als Regionen Fonds aufgesetzt, die in Anlagen aus einer bestimmten Region investieren.

Im folgenden eine kurze Übersicht über die wichtigsten Anlageregionen:

Die wichtigsten Anlageregionen

Global / World

Fonds mit der Bezeichnung "Global" oder "World" investieren weltweit.
 

Länderfonds

Länderfonds investieren in einzelne Länder wie zum Beispiel: Deutschland, USA, Japan, China, Schweiz usw.

 

Emerging Markets

Fonds mit der Bezeichnung "Emerging Markets" kurz EMMA investieren in die Länder, die gemäss dem Indexanbieter MSCI als Schwellenländer definiert sind.

Die wichtigsten Schwellenländer sind:

  • China
  • Korea
  • Brasilien
  • Taiwan
  • Südafrika
  • Indien
  • Russland
  • Mexiko
  • Malaysia

Europe, EMU (EWU) und Emerging Europe

Europe:

Anlagefonds mit der Bezeichnung Europe investieren in alle Ländern Europas. Die wichtigsten Länder im MSCI Europa sind:

  • Grossbritannien
  • Frankreich
  • Schweiz
  • Deutschland
  • Spanien
  • Schweden
  • Niederlande
  • Italien

EMU und EWU

EMU heist European Monetary Union oder auf Deutsch Europäische Währungsunion. Anlagefonds mit dieser Bezeichnung investieren in die Euroländer. Die grössten Länder sind:

  • Frankreich
  • Deutschland
  • Spanien
  • Niederlande
  • Italien
  • Belgien
  • Finnland
  • Irland
  • Österreich

Emerging Europe

Fonds mit der Bezeichnung Emerging Europe investieren in Osteuropa. Weitere Bezeichnungen sind Eastern Europe oder Central Europe. Die wichtigsten Länder im Emerging Europe sind:

  • Russland
  • Polen
  • Tschechische Republik
  • Ungarn

 

Pacific

Die Anlageregion Pazifik umfasst die Ländern Japan, Australien, Hong Kong und Singapur. Oft ist auch von Pacific ex Japan die Rede. In dem Falle ist Japan ausgeschlossen.

Asia

Die Anlageregion Asien umfasst die folgenden Länder, wobei meist von Asia ex-Japan die Rede ist, was Japan wiederum ausschliesst.

  • China
  • Südkorea
  • Taiwan
  • Hongkong
  • Indien
  • Singapur
  • Malaysia
  • Indonesien
  • Thailand

Latin America (Latam)

Lateinamerika-Fonds investieren in Brasilien, Mexiko, Chile, Kolumbien und Peru.

Frontier Markets

Als Frontier Markets oder "next eleven" werden Länder zusammengefasst, die noch nicht im Anlageuniversum der Schwellenländer enthalten sind. Diese jungen Volkswirtschaften sind noch wenig entwickelt, verfügen aber meist über eine junge Bevölkerung und einen grossen Investitionsbedarf:

  • Saudi-Arabien
  • Nigeria
  • Kasachstan
  • Katar
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vietnam
  • Rumänien
  • Ukraine
  • Ägypten

 

Private Equity Fonds

Was sind Private Equity Fonds?

Definition: Private Equity Fonds sind Anlagefonds, die in Unternehmen investieren, die nicht an einer Börse kotiert sind. Diese Unternehmen werden von Privaten gehalten und sind z.B. im Besitz von Familien, dem Management oder privaten Investoren. Der Private Equity Fund beteiligt sich zu einem Teil oder vollständig an diesen Unternehmen. Da die Aktien nicht börsengehandelt sind, ist eine Beteiligung immer mit Beziehungen und Verhandlungen mit den bisherigen Eigentümern verbunden. Private Equity Anlagen sind meist geschlossene Fonds mit einer begrenzten Laufzeit oder aber Beteiligungsgesellschaften, die nicht als Fonds sondern als AG geführt werden, wobei die Beteiligungsgesellschaft wiederum selbst sehr wohl an einer Börse gehandelt sein kann.

Nutzen: Private Equity Fonds ermöglichen dem Anleger in interessante Unternehmen und Themengebiete zu investieren, die über andere Wege nicht erschlossen werden können. Ein Private Equity Fonds konzentriert sich meist auf ein Spezialgebiet (zum Beispiel Internet-Startups, Industrie-USA oder Konsum-Asien).

In Private Equity Fonds investieren

Private Equity Fonds können sehr interessante Renditen abliefern von 8-12% p.a. Pensionskassen und Versicherungen investieren einen Teil ihrer langfristigen Anlagen in diese Anlageklasse.

Wer sich für ein Private Equity Fonds anmeldet, wird meist verpflichtet, in den ersten 1-3 Jahren Geld in den Fonds einzuschiessen. In den Jahren 5-10 erfolgt dann meist die Rückzahlung der Gelder mit Gewinn. Weil diese Kostenkurve dem Buchstaben "J" ähnelt, spricht man in diesem Zusammenhang auch von der J-Curve. Während der Laufzeit kann ein solcher Fonds aber meist nicht gehandelt werden und weist auch keine regelmässige Bewertung aus. Die Anlage entzieht sich somit zu einem Teil den täglichen Marktbewegungen an den Finanzmärkten, weshalb man die Anlageklasse Private Equity nicht zu den Aktien zählt, sondern als eigenständige Anlageklasse aufführt.

 

Hedgefonds

Was sind Hedgefonds?

Hedgefonds (englisch Hedge Funds) sind Anlagefonds mit einer sehr flexiblen und sehr aktiven Verwaltung. Hedgefonds können in alle Anlagekategorien investieren und auf steigende und sinkende Kurse setzen. Hedgefonds haben zum Ziel, unabhängig vom Börsenumfeld möglichst eine positive Rendite zu erzielen. Das Wort "Hedge" bedeuted Absicherung und verdeutlicht den Grundgedanken eines Hedgefonds: Nicht nur in die Märkte investieren und warten bis die Märkte steigen, sondern Absicherung gegen sinkende Märkte vornehmen oder sogar auf fallende Märkte spekulieren. Somit bieten Hedgefonds den Vorteil einer Anlage, die nicht mit den übrigen Anlagen korreliert und auch in fallenden Märkten Rendite erzielen kann.

Hedgefonds für Privatanleger

Hedgefonds wurden bei professionellen Anlegern in den 1990 und 2000er Jahre gross. Viele Fonds sind als Offshore Funds in Bermudas oder Kaimaninseln aufgesetzt und für Privatanleger nicht zugänglich. Neue und strengere Vorschriften ermöglichen den Vertrieb von UCITS-konformen Hedgefonds an Privatanleger.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen einem Single-Manager-Hedgefonds und einem Multi-Manager-Hedgefonds. Ein Single-Manager-Hedgefonds ist ein Fonds, der von einem Hedgefondsmanger verwaltet wird. Der Anleger ist von der Qualität der Anlagestrategie dieses einen Managers abhängig, was mit höhren Risiken verbunden ist. Bei einem Multi-Manager-Hedgefonds handelt es sich um einen sogenannten Fund-of-Funds. Eine Bank oder ein Vermögensverwalter sucht 20-30 gute Hedgefonds aus und bündelt sie zu einem Fund-of-Fund. Für den Anleger sind so die Risiken tiefer, da die unterschiedlichen Manager andere Strategien fahren und eine schlechte Entwicklung in einer Strategie mit einer guten Entwicklung in einer anderen Strategie wettgemacht werden kann.

Die Kosten sind bei einem Fund-of-Fund höher. Allgemein haben Hedgefonds eine Verwaltungsgebühr von 2-5% p.a. sowie eine Performancefee von 10-20%. Wenn ein Fonds einen neuen Höchststand erreicht (die so genannte "High-Watermark") kann er von der weiteren Performance 10-20% für sich behalten. Bei einer Performance von +10% und einer Performancefee von 10%, kann der Fondsmanager also 1% zusätzlich für sich verdienen. Hedgefondsmanager ist also ein sehr lukrativer Job, benötigt aber auch viel Unternehmerkapital, da die Gründung eines neuen Hedgefonds meist mit privatem Geld angeschoben wird.

Vom Risiko-Ertragsprofil her sind Multi-Manager-Hedgefonds irgendwo zwischen Anleihen und Aktien anzusiedeln mit 4-6% Rendite p.a. und einem Risiko (Volatilität) von 6-8%. Es gibt aber auch Angebote mit deutlich höherem Risiko (vor allem bei Single-Manager-Funds).

Die verschiedenen Hedgefonds Strategien

Long/Short Strategie:

Long-Short-Hedgefonds investieren in ein Portfolio von Wertpapieren auf der Long-Seite durch Käufe, sowie auf der Short-Seite durch Leerverkäufe von geliehenen Wertpapieren. So kann der Fonds unterbewertete Aktien kaufen und gleichzeitig überbewertete Aktien verkaufen. Die Entwicklung des Gesamtmarkts hat keinen Einfluss mehr auf den Fonds, entscheident ist, wie sich die Long-Positionen zu den Short-Positionen verhalten.

Global-Macro Strategie:

Die Global-Macro Strategie basiert auf einer eigenen Makroanalyse des Fondsmanagements. Dank der richtigen Analyse von Politik und Wirtschaft wird in das eigene "Weltbild" investiert. Das Ausnutzen von Marktversagen (Blasen und übertriebene Verkäufe) und der Einsatz von Hebel und Fremdkapital gehört bei der Global-Macro-Strategie zum Programm.

Marktneutrale Strategie:

Die Marketneutrale Strategie beruht auf dem Ausnutzen von Preisungleichgewichten zwichen verschiedenen Wertpapieren und Handelsplätzen. Der Fachbegriff dafür lautet "Arbitrage". So wird zum Beispiel mit "Fixed-Income-Arbitrage" Geld verdient, in dem der Fonds Preisunterschiede zwischen verschiedenen Zinspapieren und Derivaten aufspürt und bei zu grossen Unterschieden kauft oder verkauft.

Event-Driven Strategie:

Diese "ereignisbezogene Strategie" versucht aus besonderen Ereignissen Kapital zu schlagen: Übernahmen, Konkurse und Fusionen von Unternehmen usw. Diese Fonds wurden in der Presse oft als "Heuschrecken" betitelt, da sie nicht davor zurückschrecken, Firmen in ihre Einzelteile zu zerschlagen und die Filetstücke mit Gewinn weiterzuverkaufen.

Trading-Strategien (CTA Commodity Trading Advisors)

Ursprünglich aus dem Futures-Handel der Rohstoffbörsen stammend, haben sich die Trading-Strategien auf weitere Märkte wie Devisen, Zinsen und Aktien ausgeweitet, werden aber immer noch CTA's genannt. Hier werden anhand einer vordefinierten Strategie Handelsaufträge erteilt. Diese Aufträge sind vom eigenen System zwingend und automatisch zu platzieren. Somit ist die Strategie emotionslos, der Mensch klügelt einzig das Handelssystem aus, interveniert aber nicht in die täglichen Entscheide. Ein guter Einstieg in die Entwicklung der CTA's bietet der Artikel "Turtle Traders".

ETFs | Exchange Traded Funds

Was sind Exchange Traded Funds (ETFs)?

Definition: ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Diese Anlagefonds investieren in die vom einem Index vorgegebenen Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen. Der Anleger kann mit einem ETF in diese Wertpapiere investieren und an der Kursentwicklung, Zinsen und Dividenden der Werte im Index teilhaben. Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagefonds bieten ETFs einen laufenden Börsenhandel. ETF steht für englisch Exchange (Börse) Traded (gehandelter) Fund (Anlagefonds). ETFs können von Anlegern wie eine Aktie sofort an einer Börse gekauft oder veräussert werden. 

Nutzen: ETF's bieten dem Anleger verschiedene Vorteile: 

  • Diversifikation: Mit einer Börsentransaktion kann der Anleger in zahlreiche Anlagewerte investieren.
  • Kosten: ETF's haben als passive Anlagefonds sehr geringe Verwaltungsgebühren von 0.2% bis 0.5%, was über längere Zeit eine Mehrrendite bringen kann. (siehe "Kosten sparen mit ETFs")
  • Marktperformance: Wer in ETF's investiert, kann mit der Rendite, die der Markt erzielt fest rechnen, da der ETF einen Markt (z.B. der DAX-Index) 1:1 abbildet
  • Breite Auswahl: Mittlerweile gibt es eine sehr breite Palette an ETFs auf Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Immobilienaktien, Hedge-Funds und Währungen.
  • Liquidität: ETFs können während den Börsenhandelszeiten innert Sekunden verkauft werden. Auch Kauflimiten oder Stop-Loss-Orders sind möglich.

 

Arten von ETFs

Art des zugrundeliegenden Index: 

Die Auswahl eines passiven Fonds beginnt mit der Auswahl des richtigen Index. Es gibt sehr viel Index-Angebote, die teilweise beträchtliche Renditeunterschiede aufweisen. Es gibt Länder und Sektoren Indizes von MSCI, die sehr breit gestreut sind. Es gibt STOXX-Indizies für Europa und Dow Jones Indizes für USA. Weiter gibt es Indizes der Börsenbetreiber wie DAX, SMI, ATX usw. Dazu kommen eine Fülle von Spezialindizes auf Sonderthemen und Regionen. Kaum ein Anlagethema, das nicht mit einem Index aufwarten kann.

Ein Problem bei Indexanlagen ist auch oft die mangelhafte Diversifikation, da einzelne Indexschwergewichte ein Anteil von 10-20% in einem Index ausmachen können. So machen beispielsweise die drei grössten Schweizer Aktien Nestlé, Novartis und Roche mit einem Gewicht von 21%, 19% und 17% rund 57% des Schweizer-Aktien-Index SMI aus, welcher rund 20 Titel umfasst.

Replikations-Methode:

Die Replikationsmethode beschreibt, wie der ETF den Index abbildet:

  • Vollreplikation: ist die sicherste und naheliegenste Art einen Index abzubilden. Der Fonds investiert das Geld direkt (physisch) in die im Index enthaltenen Wertpapiere. Nachteil: höhere Transaktionskosten.
  • Synthetische Replikaton (Swap-basiert): Der Fonds geht mit einer Investmentbank einen Swap ein, der ihm die Indexperformance exakt liefert. Diese Methode ist kostengünstig und genau (Tracking Error = 0%). Zur Sicherung des Anlagevermögens wird meist in Staatsanleihen der G10 Länder investiert. Die Entwicklung dieser Sicherheiten wird mit der Swap-Gegenpartei gegen exakte die Entwicklung des zugrundeliegenden Index getauscht (Swap heisst Tausch). Es existiert aber ein Gegenparteirisiko des ETFs gegenüber der Swap-Gegenpartei, die vom Financial Stability Board auf 10% begrenzt worden ist. 
  • Sampling: Heisst Vereinfachung. Der ETF investiert direkt in Wertpapiere aus dem Index, jedoch wird nur in einen Teil der Wertpapiere investiert. Umfasst ein Index z.B. 500 Titel kann mittels Sampling in die 200 grössten Titel investiert werden. Damit kann die Indexentwicklung immer noch relativ genau abgebildet werden und es können Transaktionskosten gespart werden.

 

Currency Hedge:

ETFs bieten vermehrt Währungsabsicherungen an. So können Anleger in US Aktien investieren und das USD Risiko zum EUR oder zum CHF abgesichert haben.

Short ETFs:

Sind eine Besonderheit, da sie die negative Entwicklung des Index abbilden. Sinkt der Index 1% sollte der Short ETF 1% steigen und umgekehrt. Damit lässt sich auf sinkende Kurse setzen. Es gibt auch 2fach oder 3fach Short-ETFs, welche die Indexentwicklung 3-fach-negativ abbilden. (-1% im Index führt zu +3% im 3xshort-ETF). Short-ETFs werden auch als Bear-ETFs bezeichnet.

Leveraged ETFs

Eine weitere Besonderheit sind die Leveraged ETFs, welche die Indexperformance x2 oder x3 abbilden. Diese Leveraged ETFs oder Bull-ETFs steigen bei einem Indexplus von 1% um 3% und verlieren bei einem Minus von 1% auch 3%. Mit diesen Bull oder Leveraged-ETFs lässt sich überproportinal an steigenden Märkten teilhaben.

 

aktive Fonds

Was sind aktive Fonds?

Aktiv verwaltete Anlagefonds werden von einem Portfolio-Manager aktiv verwaltet. Die aktive Verwaltung hat das Ziel, dass der Fonds in steigenden Märkten besser abschneidet als der Gesamtmarkt aber auch in fallenden Märkten weniger verliert als der Gesamtmarkt. Es geht also nicht um eine Renditemaximierung auf Kosten der Sicherheit. Der Portfoliomanager versucht beides in Einklang zu bringen, indem er die Werte mit dem grössten Potential in den Fonds aufnimmt, aber bewusst Risiken über verschiedene Werte und Bereiche ausgleicht (Diversifikation). Dafür macht er einerseits eine Makroanalyse und entscheidet, welche Währungen, Regionen, Branchen (bei Aktien) oder Schuldnergruppen/Laufzeiten (bei Anleihen) ins Portfolio aufgenommen werden. Andererseits macht er auch eine Unternehmensanalyse um die besten Einzeltitel (Aktien) und Schuldner (bei Anleihen) zu selektionieren.

Unterschied aktive und passive Fonds

Im Gegensatz zum aktiven Fonds investiert der passive Fonds exakt in die vom Index vorgegebenen Werte und macht keine Auswahl. So investiert beispielsweise ein passiver DAX-Indexfonds nur in die 30 grössten deutschen Aktien, die im DAX Index vertreten sind, mit exakt der Gewichtung, die jede Aktie im Index hat. Ein aktiver Fonds kann überbewertete Aktien aussen vor lassen und unterbewertete Aktien mehr Gewicht geben. Zudem kann er weitere Titel hinzunehmen, die nicht im Index vertreten sind.

Verwaltungsgebühr für aktive Fonds

Für die Verwaltung kassiert der Fonds eine Verwaltungsgebühr. Die ist in der Regel bei Anleihenfonds 1.0%-1.5% pro Jahr und bei Aktienfonds 1.5-2.0% pro Jahr, wobei täglich ein Bruchteil des Entgelds dem Fondsvermögen abgezogen wird. Ob ein Fondsmanager sein Geld wert ist, lässt sich daran erkennen, ob er den Vergleichsindex (Benchmark) schlagen kann und wie er im Vergleich zu anderen Anlagefonds dasteht.

Fondsvergleich

Wichtig bei solchen Vergleichen ist, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Also nicht ein Deutscher-Aktienfonds mit einem Chinesischen vergleichen.

Es gibt verschiedene Kennzahlen, die dem Anleger dabei helfen, den Mehrwert dieser aktiven Verwaltung zu messen. Wie Untersuchungen gezeigt haben, konnten leider die Mehrheit der aktiven Fonds nicht über längere Zeit mit dem Vergleichsindex Schritt halten. Fehlentscheide und die Verwaltungsgebühr kosten oft Rendite.

Aktive Investmentfonds sind im Regelfall so genannte "long-only-funds". Sie investieren ihr Geld direkt in Anlagewerte und Barmittel. Im Gegensatz dazu können Hedgefonds, welche noch aktiver verwaltet werden, auch auf sinkende Kurse setzen (mit Derivaten oder Leerverkäufen) oder mit Hebel mehr als 100% investiert sein (via Kredite oder Derivaten).

 

Wichtige Kennzahlen zur Leistungsmessung von aktiven Fonds:

passive Fonds (Indexfonds)

Was sind passive Fonds?

Passiv verwaltete Anlagefonds werden auch Indexfonds genannt. Der passive Fonds nimmt selbst keinerlei Einfluss auf die Zusammesetzung des Anlageportfolios sondern investiert die ihm anvertrauten Anlagegelder 1:1 anhand eines Index. Der Index (z.B der deutsche Aktienindex DAX) gibt die Anzahl und die Gewichtung der einzelnen Titel vor, in die der passive Fonds investiert. Die Verwaltung des Fonds beschränkt sich auf die Wiederanlage oder Ausschüttung von Dividenden sowie auf die Anpassung von Indexänderungen. Der grosse Vorteil von passiven Fonds sind die sehr geringen Kosten.

Unterschied aktive und passive Fonds

Im Gegensatz zum aktiven Fonds investiert der passive Fonds exakt in die vom Index vorgegebenen Werte und macht keine Auswahl. So investiert beispielsweise ein passiver DAX-Indexfonds nur in die 30 grössten deutschen Aktien, die im DAX Index vertreten sind mit exakt der Gewichtung, die jede Aktie im Index hat. Ein aktiver Fonds kann überbewertete Aktien aussen vor lassen und unterbewertete Aktien mehr Gewicht geben. Zudem kann er weitere Titel hinzunehmen, die nicht im Index vertreten sind.

Verwaltungsgebühr für passive Fonds

Für die Verwaltung kassiert der Fonds eine Verwaltungsgebühr, welche jedoch bei passiven Fonds sehr gering und deutlich günstiger ist, als bei aktiven Fonds. Die Verwaltungsgebühr für passive Fonds liegt in der Regel bei 0.2% bis 0.5%, wobei täglich ein Bruchteil des Entgelds dem Fondsvermögen abgezogen wird.

Auswahl und Arten von passiven Fonds

Passive Fonds sind in der Regel reine "long-only-funds". Sie investieren ihr Geld direkt in Anlagewerte und Barmittel.

Passive Fonds haben das Anlageziel, den Index möglichst exakt nachzubilden. Dies lässt sich anhand des Tracking Errors messen.

Die Auswahl eines passiven Fonds beginnt mit der Auswahl des richtigen Index. Es gibt sehr viel Index-Angebote, die teilweise beträchtliche Renditeunterschiede aufweisen. Ein Problem bei Indexanlagen ist auch oft die mangelhafte Diversifikation, da einzelne Indexschwergewichte ein Anteil von 10-20% in einem Index ausmachen können. So machen beispielsweise die drei grössten Schweizer Aktien Nestlé, Novartis und Roche mit einem Gewicht von 21%, 19% und 17% rund 57% des Schweizer-Aktien-Index SMI aus, welcher rund 20 Titel umfasst. 

Der grösste Vorteil von Indexfonds liegt in der tiefen Verwaltungsgebühr. Wenn man davon ausgeht, dass die Mehrheit der aktiven Fonds den Index längerfristig nicht schlagen können, bieten Indexfonds langfristig grosse Renditevorteile. (Siehe Artikel "Kosten sparen mit ETFs").

Exchange Traded Funds (ETFs)

Unter den passiven Indexfonds haben sich die so genannten ETFs als Hauptanlagelösung verbreitet. ETFs bieten einen laufenden Börsenhandel (Exchange Trated Fund heisst Börsen-gehandelter-Anlagefonds). Damit verbinden ETFs den Vorteil einer Risikostreuung eines Anlagefonds und dem laufenden Börsenhandel einer Aktie.

Infrastrukturfonds und übrige Fonds

Unter übrige Fonds zählt man Anlagefonds, die weder in marktfähige Effekten wie Aktien und Anleihen, noch in Immobilien investieren.

Das bedeutet, das diese Fonds meist in Sachwerte investieren, die nicht an der Börse gehandelt werden. Somit können Anleger dank solchen Fonds in Anlagen investieren, die ihnen sonst nicht offenstehen. Der Fonds ist aber illiquide und kann daher meist nicht frei gehandelt werden. Diese Fonds werden im Grundsatz als geschlossene Fonds aufgelegt, die zwar Gewinne ausschütten aber keine Kapitalrückzahlung vor Laufzeitende vornehmen.

 

Arten von Infrastruktur-Fonds und anderen Fonds

Dem Anlageuniversum dieser "Übrigen Fonds" sind wenig Grenzen gesetzt. Einige Beispiele verdeutlichen den Charakter dieser Infrastrukturfonds:

Infrastruktur  
Schnellstrassenfonds Investieren in eine mautpflichtige Schnellstrasse / Brücke oder Tunnel
Energie-Fonds Investieren in Kraftwerke, Stromnetze und Pipelines
 
Investitionsgüter  
Schifffonds Investieren in ein oder mehrere Frachtschiffe wie Containerschiffe oder Bulker
Flugzeugfonds Investieren in Passagierflugzeuge, die an Fluggesellschaften vermietet werden.
Eisenbahnfonds Investieren in Lokomotiven oder Waggons, die vermietet werden
 
übrige Sachwerte  
Wald & Plantagen Fonds Investieren z.B. in Teakholzplantagen oder Kautschukplantagen
Server-Fonds Investieren in ein Rechenzentrum das Server-Kapazität vermietet
Film-Fonds Investieren in Rechte an Spielfilmen oder Fernsehserien

Des weiteren werden auch Hedge Fonds zu den übrigen Fonds gerechnet, da sie in sämtliche Anlagen (auch illiquide Werte) investieren können.

Geldmarktfonds

Was sind Geldmarktfonds?

Definition: Geldmarktfonds sind Anlagefonds, die in den Geldmarkt investieren. Das bedeutet, dass der Anlagefonds Gelder bei Anleger einsammelt und in kurzfristige und sichere Anlagen wie Festgelder, Geldmarktpapiere und Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten investiert. Auf Englisch sind die Geldmarktfonds als Money Market Funds bekannt. Sie zählen zu den allersichersten Fonds, da die Geldmarktanlagen nur sehr geringe Kursschwankungen aufweisen.

Bedeutung: Die Geldmarktfonds ermöglichen dem Anleger den Zutritt in den Geldmarkt, wo normalerweise Grossanleger kurzfristige Millionen-Beträge für wenige Wochen anlegen. Geldmarktfonds gelten als sichere Anlagen, um Cash-Gelder kurzfristig zu parken. Im Gegensatz zum Festgeld bei der Bank, sind die Gelder in einem Geldmarktfonds auf verschiedene Schuldner aufgeteilt, was eine Minimierung des Gegenparteirisikos (Ausfall des Schuldners) bewirkt. Die Attraktivität der Geldmarktfonds hängt allerdings stark vom Zinsniveau am Geldmarkt ab. (Siehe Libor / Eonia Zinssätze)

Typischerweise sind Geldmarktfonds Fonds mit Wiederanlage der Zinsen (Thesaurierung). Der Fonds sollte langsam, aber kontinuierlich im Wert steigen, da täglich Zinsen gesammelt werden.

Ein Geldmarktfonds konzentiert sich meist auf das Anlageuniversum einer Währung. So gibt es Euro-Geldmarktfonds, USD-Geldmarktfonds oder CHF-Geldmarktfonds usw.

geldmarktfonds

Die Abbildung zeigt die für Geldmarktfonds typische Wertentwicklung einer stetigen Zunahme mit geringen Kursschwankungen. Hier wird die Entwicklung eines Schwedenkronen-Geldmarktfonds über 3 Jahre gezeigt (Nordea Swedish Kroner Reserve BP SEK).

Anleihen / Rentenfonds (Bond Funds)

Was sind Rentenfonds?

Definition: Rentenfonds (auch Anleihen- oder Obligationenfonds) sind Anlagefonds, die in Anleihen investieren. Der Anlagefonds sammelt Gelder bei Anleger ein und investiert sie vorab in Standardanleihen. Je nach Ausgestaltung und Spezialisierung eines Fonds werden auch andere Anleihen wie Wandelanleihen berücksichtigt. Auf Englisch sind die Rentenfonds als Bond Funds bekannt. Rentenfonds zählen zu den grössten und wichtigsten Arten von Anlagefonds.

Nutzen: Die Rentenfonds ermöglichen dem Anleger die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere ohne sich um die Auswahl der Titel und die Wiederanlage von Zinsen zu kümmern. Der Fonds ist zudem durch einen Portfolio-Manager professionell verwaltet. Diese Verwaltung hat zum Ziel, das die für den Rentenfonds optimalen und sicheren Anleihen ausgewählt werden, Zinsen wiederangelegt werden und bei Unsicherheiten und Zinsverschiebungen sofort reagiert werden kann.

Arten von Anleihen & Rentenfonds

Es gibt zahlreiche Arten von Rentenfonds, die unterschiedliche Renditen und Risiken beinhalten.

Meist konzentriert sich ein Rentenfonds auf Schuldner eines bestimmten Währungsraumes oder einer bestimmten Region (z.B. Anleihen Euro-Länder oder Anleihen USA).

Es gibt aber auch international ausgerichtete Rentenfonds, die Anleihen aus mehreren Währungen kaufen (z.B. OECD-Länder oder Schwellenländer).

 

Da es ganz verschiedene Arten von Anleihen gibt, ist auch die Vielfalt der Rentenfonds gross. Anbei eine Übersicht der wichtigsten Arten mit Deutsch/Englischer Übersetzungshilfe:

Englische Fondsbezeichnung  Deutsche Erklärung
Corporate Bond Fund Unternehmensanleihen
EUR High Yield Hochverzinsliche Unternehmensanleihen EUR
Convertible Bond Fund Global Wandelanleihen aus der ganzen Welt
EUR Bond Fund Diversifizierte Anleihen in Euro
EUR Fixed Income Portfolio Diversifizierte Anleihen in Euro
Short Term Bonds Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten (1-2 J.)
Mid Term Bonds Anleihen mit mittleren Restlaufzeiten (3-5 J)
Long Term Bonds Anleihen mit langen Restlauftzeiten (10 J)
Inflation Linked Inflationsgeschützte Anleihen
Global Bond Fund Globale Anleihen
EUR hedged Fremdwährungsrisiko zum EUR abgesichert
Emerging Market Dept Anleihen von Schuldnern aus Schwellenländern
Emerging Market Dept - local Currency Anleihen in Währungen von Schwellenländern
Investment Grade Bonds Anleihen von guter Schuldnerqualität
Unconstrained Nicht an Vorgaben gebunden
Total Return Anlageziel Renditemaximierung

 Zur Übersicht von den Segmenten bei Anleihenfonds (im Artikel Sektoren und Themenfonds)

Aktienfonds

Was sind Aktienfonds?

Definition: Aktienfonds (Engl. Equity Funds) sind Anlagefonds, die in Aktien investieren. Der Anlagefonds sammelt Gelder bei Anleger ein und investiert sie direkt in Aktien oder in andere Aktienfonds. Der Fonds wird je nach Ausgestaltung mit liquiden Mitteln ergänzt. Zum Teil werden auch Derivate eingesetzt wie Call- oder Put-Optionen. Der Ausgestaltung von Aktienfonds sind bezügich Anlagestil, Anlageregion und Anlagethema keine Grenzen gesetzt. Die Aktienfonds gehören mit zu den grössten und wichtigsten Arten von Anlagefonds.

Nutzen: Aktienfonds ermöglichen dem Anleger die Anlage in Aktien einer bestimmten Region oder einem bestimmten Anlagethema,  ohne sich um die Auswahl der Titel und die Wiederanlage von Dividenden zu kümmern. Der Fonds wird durch einen Portfolio-Manager professionell verwaltet. Dieser hat das Ziel, ein diversifiziertes Portfolio aus guten Aktienwerten aufzubauen, damit der Fonds sich positiv entwickelt und somit Anleger dem Fonds weitere Gelder zur Verfügung stellen.

 

Arten von Aktienfonds

Es gibt zahlreiche Arten und Mischformen von Aktienfonds!

Meist konzentriert sich ein Aktienfonds auf Aktien aus einer bestimmten Region (z.B. Aktien USA) oder einem bestimmten Anlagethema (z.B. Dividendenaktien oder Technologie-Aktien).

Es gibt aber auch global ausgerichtete Aktienfonds, denen das gesamte Anlageuniversum aus Industrie- und Schwellenländern offensteht.

Da es ganz unterschiedliche Anlageregionen und Anlagestrategien bei Aktien gibt, ist auch die Vielfalt der Aktienfonds gross. Anbei eine Übersicht der wichtigsten Arten mit Deutsch/Englischer Übersetzungshilfe:

Englische Fondsbezeichnung  Deutsche Erklärung
Equity Fund Asia ex Japan Aktienfonds Asien ohne Japan
BRIC Equity Aktienfonds Brasilien, Russland, Indien & China
Small Caps Kleine Unternehmen / Nebenwerte
Mid Caps Unternehmen mittlerer Grösse
Euroland Equity Aktien aus den Euroländern
Opportunities / Selection Aktienfonds mit sehr aktiver Titelauswahl
Growth Wachstumsstarke Aktien
Value Substanzwerte (Aktien mit günstiger Bewertung)
Minimum Variance Anlageziel: möglichst wenig Wertschwankungen
Dividend / Income Aktien mit hoher Dividende
Greater China Aktienfonds China und angrenzende Länder
UK Equity Aktien aus Grossbritannien
Emerging Market Equity Aktien aus den Schwellenländern
ETF (Exchange Traded Fund) Börsengehandelter, kostengünstiger Indexfonds
Agribusiness / Agriculture Aktien aus der Branche Landwirtschaft / Agrar
New Power / Smart Energy Aktien aus der Branche Alternative Energien
Health Care / Life Science Aktien aus der Branche Gesundheitswesen
Real Estate Securities Aktien aus der Branche Immobilien-Aktien
Resources / Materials / Mining / Commodities Aktien aus der Branche: Rohstoffe / Bergbau
Distribution Fonds mit Ausschüttung der Dividenden
Capitalisation Fonds mit Wiederanlage der Dividenden

Mischfonds

Was sind Mischfonds?

Definition: Mischfonds (Engl. Multi Asset Funds) sind Anlagefonds, die in verschiedene Anlageklassen investieren. Der Anlagefonds ist in der Auswahl seiner Kapitalanlagen nicht auf eine einzige Anlageklasse beschränkt, sondern er kann die Möglichkeiten von diversen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Währungen, Immobilien, Hedgefonds und Rohstoffen ausnutzen. Der Fonds sammelt Gelder bei Anleger ein und investiert sie in diejenigen Anlagen, die am besten zur Anlagestrategie des Mischfonds passen. Es gibt unterschiedliche Mischfonds. Während konservative Mischfonds den Kapitalerhalt in den Vordergrund stellen, ist bei einem aggressiven Strategiefonds das Anlageziel Wachstum. Bei ausgewogen Mischfonds ist es eine Mischung aus Kapitalerhalt und Vermögenszuwachs. 

Nutzen: Mischfonds sind vor allem für Sparer gedacht, die langfristig mit Fonds ein Vermögen aufbauen möchten, aber weder die Zeit noch das Wissen haben, um ein Portfolio selbst aufzubauen und zu verwalten. Diese Arbeit nimmt der Mischfonds dem Anleger komplett ab. Der Mischfonds wird von einem Management professionell verwaltet. Das Ziel der Verwaltung ist, die Anlagegelder so anzulegen, dass das langfristige Anlageziel erreicht wird. Dafür muss das Management konstant die verschiedenen Anlageklassen beleuchten und entscheiden, welches Gewicht sie den einzelnen Klassen derzeit geben möchte. (Siehe auch Makroanalyse und Portfolio-Strategie)

 

Arten von Mischfonds

Mischfonds sind auch als Strategie-Fonds oder Portfolio-Fonds bekannt, da sie nicht auf eine Anlageklasse sondern auf eine Anlagestrategie abzielen.

Defensive Mischfonds

Defensive Mischfonds setzen den Kapitalerhalt über den Vermögenszuwachs. Ziel ist ein nachhaltiger Ertrag mit wenig Risiko  und Wertschwankungen zu erzielen (geringe Volatilität).

Daher wird ein defensiver Mischfonds nur beschränkt in riskante Anlagen (Aktien & Rohstoffe) investieren. Festverzinsliche Anlagen werden höher gewichtet und bieten Sicherheit und laufendes Zinseinkommen.

 

Ausgewogene Mischfonds

Ausgewogene Mischfonds wollen einen langfristigen Vermögenszuwachs mit vernüftigem Risiko erzielen. Die Bezeichnung Ausgewogen (Balanced) bedeutet meist, dass der Fonds zur Hälfte in Aktien und zur Hälfte in festverzinsliche und alternative Anlagen investiert.

 

Aggressive Mischfonds

Mischfonds mit aggressiver Ausgestaltung haben den Vermögenszuwachs als Anlageziel. Wertschwankungen werden dafür bewusst in Kauf genommen. Die Aktienquote kann meist auf 70-100% ausgebaut werden. Ein guter Mischfonds wird dann voll in Aktien investiert sein, wenn Aktien steigen, und rechtzeitig die Aktienquote reduzieren, wenn die Aktienmärkte fallen.

 

Dynamische Mischfonds

Die dynamischen / flexiblen Fonds sind die Chamäleons unter den Mischfonds. Sie haben keine vorgegebenen Bandbreiten und können daher entweder völlig konservativ oder aber ganz aggressiv investiert sein. Darüber entscheidet alleine das Fondsmanagement, welches aufgrund einer eigenen Makroanalyse die für das derzeitige Marktumfeld richtigen Anlagen auswählt. Gute dynamische Mischfonds handeln antizyklisch: Sie kaufen Aktien wenn sie günstig sind und niemand sie haben will und verabschieden sich dann, wenn die Bewertungen teuer geworden sind.

 

Mischfonds im Vergleich

Der folgende Fondsvergleich hat einzig zum Ziel, dass dem interessierten Anleger aufgezeigt werden kann, wie beträchtlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Mischfonds sein können. Es lohnt sich also gut zu prüfen, ob ein Fonds seine Aufgabe gut macht und schlechte Fonds beizeiten abzustossen. Wichtig: die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft, da lohnt es sich auch kürzere Vergleiche über 3 Jahre und 1 Jahr anzustellen, um zu sehen, welche Fonds gut laufen.

(Daten per 19.11.2013 via morningstar.de/de/fundscreener/default.aspx)

 

Defensive Mischfonds

Kategorie EUR defensive Mischfonds Jährlicher Durchschnittsertrag über die letzten 10 Jahre
Top 3  
Ethna-AKTIV E 7.87% p.a.
Kapital Plus A 6.61% p.a.
MEAG EuroErtrag 6.37% p.a.
Flop 3  
db PrivatMandat Invest - Ertrag Plus 1.09% p.a.
SEB deLuxe Multi Asset Defensive Fund C -0.16% p.a.
FT FlexInvest Classic -0.42% p.a.

 

Ausgewogene Mischfonds

Kategorie Mischfonds EUR ausgewogen
Jährlicher Durchschnittsertrag über die letzten 10 Jahre
Top 3  
UniRak 7.07% p.a.
Multi Opportunities Inc 6.46% p.a.
Fidelity Funds - Euro Balanced Fund A-EUR 6.21% p.a.
Flop 3  
VERIFONDS EUROPA (R) 1.46% p.a.
Multi-Axxion - Im-Puls 1 -1.45% p.a.
Auricos Absolute Return -3.21% p.a.

 

Aggressive Mischfonds

Kategorie Mischfonds EUR aggressiv global
Jährlicher Durchschnittsertrag über die letzten 10 Jahre
Top 3  
DJE - Concept I +12.48% p.a.
FMM-Fonds +8.76% p.a.
Astra-Fonds +7.90% p.a.
Flop 3  
Warburg US-Diversified-Fonds +1.46% p.a.
DWS Plusinvest (Wachstum) +1.34% p.a.
Global Selection OP +0.38% p.a.

 

Immobilienfonds

Was sind Immobilienfonds?

Definition: Immobilienfonds (Engl. Real Estate Funds) sind Anlagefonds, die in Immobilien investieren. Der Anlagefonds sammelt Gelder bei Anleger ein und investiert sie direkt oder indirekt in Mehrfamilienhäuser, Geschäftshäuser und Gewerbeliegenschaften. Ein Immobilienfonds konzentriert sich meist auf Immobilien aus einer bestimmten Region (Immobilien Schweiz oder Gewerbeliegenschaften Europa usw.)

Nutzen: Ein Immobilienfonds ermögilcht dem Anleger die Anlage in ein Immobilien-Portfolio bereits ab kleineren Summen. Der Fonds wird durch einen Portfolio-Manager professionell verwaltet und schüttet Mieterträge an die Anteilseigner aus. Ziel eines Immobilienfonds ist die langfristige reale Sicherung des Kapitals, eine laufende Rendite durch Mieteinnahmen sowie eine gewisse Wertzunahme durch den Mehrwert, den ein Fonds durch die Entwicklung von Immobilienprojekten schaffen kann.

 

Arten von Immobilienfonds

Erstes Unterscheidungsmerkmal von Immobilenfonds ist die Anlageregion, in der sich die Immobilien befinden (Schweiz, Deutschland, USA oder Japan usw.)

Das zweite wichtige Unterscheidungsmerkmal ist die Struktur des Fonds. Es gilt zu unterscheiden zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds.

Offene Immobilienfonds sind verpflichtet Anlagegelder von Investoren uneingeschränkt anzunehmen beziehungsweise auszuzahlen.

Gerade die Finanzkrise 2008 hat den Schwachpunkt von offenen Immobilienfonds offenbart: Eine liquide Anlageform auf eine illiquide Anlageklasse wie Immobilen zu schaffen, funktioniert nur solange, als dass sich Einzahlungen und Auszahlungen die Waage halten. Sobald aber plötzlich alle Anleger ihr Geld zurückhaben wollen, steht der Fonds vor dem Aus und muss aufgelöst werden. Denn anders als ein Aktienfonds, der sofort Aktien an der Börse veräussern kann, sind Immobilien immobil, wies der Name sagt. Im Zuge der Finanzkrise mussten zahlreiche Fonds schliessen, alle Immobilien über Jahre veräussern und die Anleger Stück für Stück auszahlen. Neue Gesetzesregelungen in Deutschland schränken die Rücknahmen für Anleger ein, um die Fonds vor dem Kollaps zu schützen.

Immobilien-Aktien-Fonds sind eine Sonderform von offenen Immobilienfonds. Sie investieren in börsenkotierte Immobilienaktien, so genannte Real Estate Investment Trusts (REIT). Damit ist ein Immobilien-Aktien-Fonds im eigentlichen Sinne ein Aktienfonds aus dem Sektor Finanzen, da er nicht direkt in Immobilien investiert. Er ist dafür liquide und täglich uneingeschränkt handelbar.

Geschlossene Immobilienfonds können neues Kapital nur mit einer Kapitalerhöhung bei allen Anteilsinhabern vornehmen. Laufende Ein- und Auszahlungen in den Fonds sind nicht möglich, der Fonds ist geschlossen. Anleger die Anteile erwerben oder veräussern möchten, können solche über die Börse tätigen. Der Börsenkurs für die Anteilsscheine widerspiegeln aber nicht den offiziellen Nettoinventarwert des Fonds, sondern er wird durch Angebot und Nachfrage geprägt. So kann es sein, dass der Börsenkurs eines Immobilienfonds höher als die buchhalterische Bewertung der Immobilien im Fonds ist (oder auch tiefer). Man spricht in der Folge von einem Agio (Aufschlag) oder Disagio (Abschlag). In der Schweiz sind geschlossene Immobilienfonds die Regel und nachhaltig sehr erfolgreich. Die Aufschläge können aber 10-20% betragen.

 

Die besten Deutschen Immobilienfonds über 10 Jahre

(Daten per 19.11.2013 via morningstar.de/de/fundscreener/default.aspx)

Fonds jährliche Rendite
Grundbesitz Europa 4.50% p.a.
WestInvest ImmoValue 4.0% p.a.
Aachener Grund-Fonds Nr.1 3.56% p.a.
UBS (D) Euroinvest Immobilien 3.46% p.a.
hausInvest 3.45% p.a.

 

 

Rohstofffonds

Was sind Rohstoff-Fonds?

Definition: Rohstofffonds (Engl. Commodity Funds) sind Anlagefonds, die direkt oder indirekt in Rohwaren investieren. Der Anlagefonds sammelt Gelder bei Anleger ein und investiert sie in eine bestimmte Auswahl an Rohstoffen, wie Edelmetalle, Öl & Gas, Industriemetalle und Agrargüter. Ein Rohstofffonds bildet meist die Gewichtung eines Rohstoffindex ab. Es gibt auch Rohstofffonds, die aktive Handelsstrategien verfolgen. Andere Rohstofffonds investieren nur in bestimmte Rohstoffe, z.B. nur in Gold.

Nutzen: Ein Rohstofffonds ermöglicht dem Anleger die Anlage in den Rohwarenmarkt bereits ab kleineren Summen. Rohstoffe sind reale Werte und können somit einen Schutz vor Geldentwertung bieten. Für die meisten Rohstoffe (mit Ausnahme von Edelmetallen) ist ein Rohstofffonds die einzige Möglichkeit, wie sich Privat-Anleger in Rohstoffe einkaufen können.

Art der Anlage (direkt oder indirekt): Der Rohwarenmarkt bietet eine Herausforderung besonderer Art: Viele Waren sind nur beschränkt haltbar und umständlich zu lagern. Schweinebäuche und Tonnen von Eisenerz lassen sich nicht wie Aktien in einem Wertschriftentresor verwahren. Daher investieren Rohstofffonds meist ausschliesslich in Terminkontrakte (Futures) auf die zugrundeliegenden Rohwaren. Der Fonds bildet zwar die Entwicklung der Rohstoffe ab, investiert aber nicht direkt in Rohstoffe, sondern indirekt über Finanzinstrumente.

Bei Edelmetallen sind Direktanlagen die Regel. Der Fonds kauft Gold oder Silber direkt und verwahrt es in einem Tresorraum auf Rechnung des Fonds. 

Arten von Fonds

Es gibt sehr viele verschiedene Anlagefonds. Jeder Fonds hat ein anderes Anlageziel und investiert in andere Anlagen. In der folgenden Übersicht versuchen wir eine verständliche Übersicht der wichtigsten Arten von Fonds zu liefern.

Anlagefonds können nach diesen Kriterien unterschieden werden:

1. Anlageklasse

Die meisten Anlagefonds investieren nur in eine der folgenden Anlageklassen. Es gibt aber auch gemischte Fonds, die in alle oder mehrere dieser Anlageklassen investieren.

2. Anlagestil und Anlagestrategie

Dieser Punkt unterscheidet die Anlagefonds nach der Frage, wie der Fonds in die unter Punkt 1 genannten Anlagen investiert. Auch hier sind diverse Mischformen möglich.

3. Ausrichtung auf Anlagethema / Anlageregion

Auf welches Anlagethema und auf welche Region hat sich der Fonds spezialisiert?

Anlageregion

Anlagesektor

4. Ausgestaltung des Fonds

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