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FondsArten von FondsETF Exchange Traded Fund

ETFs | Exchange Traded Funds

Was sind Exchange Traded Funds (ETFs)?

Definition: ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Diese Anlagefonds investieren in die vom einem Index vorgegebenen Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen. Der Anleger kann mit einem ETF in diese Wertpapiere investieren und an der Kursentwicklung, Zinsen und Dividenden der Werte im Index teilhaben. Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagefonds bieten ETFs einen laufenden Börsenhandel. ETF steht für englisch Exchange (Börse) Traded (gehandelter) Fund (Anlagefonds). ETFs können von Anlegern wie eine Aktie sofort an einer Börse gekauft oder veräussert werden. 

Nutzen: ETF's bieten dem Anleger verschiedene Vorteile: 

  • Diversifikation: Mit einer Börsentransaktion kann der Anleger in zahlreiche Anlagewerte investieren.
  • Kosten: ETF's haben als passive Anlagefonds sehr geringe Verwaltungsgebühren von 0.2% bis 0.5%, was über längere Zeit eine Mehrrendite bringen kann. (siehe "Kosten sparen mit ETFs")
  • Marktperformance: Wer in ETF's investiert, kann mit der Rendite, die der Markt erzielt fest rechnen, da der ETF einen Markt (z.B. der DAX-Index) 1:1 abbildet
  • Breite Auswahl: Mittlerweile gibt es eine sehr breite Palette an ETFs auf Aktien, Anleihen, Rohstoffen, Immobilienaktien, Hedge-Funds und Währungen.
  • Liquidität: ETFs können während den Börsenhandelszeiten innert Sekunden verkauft werden. Auch Kauflimiten oder Stop-Loss-Orders sind möglich.

 

Arten von ETFs

Art des zugrundeliegenden Index: 

Die Auswahl eines passiven Fonds beginnt mit der Auswahl des richtigen Index. Es gibt sehr viel Index-Angebote, die teilweise beträchtliche Renditeunterschiede aufweisen. Es gibt Länder und Sektoren Indizes von MSCI, die sehr breit gestreut sind. Es gibt STOXX-Indizies für Europa und Dow Jones Indizes für USA. Weiter gibt es Indizes der Börsenbetreiber wie DAX, SMI, ATX usw. Dazu kommen eine Fülle von Spezialindizes auf Sonderthemen und Regionen. Kaum ein Anlagethema, das nicht mit einem Index aufwarten kann.

Ein Problem bei Indexanlagen ist auch oft die mangelhafte Diversifikation, da einzelne Indexschwergewichte ein Anteil von 10-20% in einem Index ausmachen können. So machen beispielsweise die drei grössten Schweizer Aktien Nestlé, Novartis und Roche mit einem Gewicht von 21%, 19% und 17% rund 57% des Schweizer-Aktien-Index SMI aus, welcher rund 20 Titel umfasst.

Replikations-Methode:

Die Replikationsmethode beschreibt, wie der ETF den Index abbildet:

  • Vollreplikation: ist die sicherste und naheliegenste Art einen Index abzubilden. Der Fonds investiert das Geld direkt (physisch) in die im Index enthaltenen Wertpapiere. Nachteil: höhere Transaktionskosten.
  • Synthetische Replikaton (Swap-basiert): Der Fonds geht mit einer Investmentbank einen Swap ein, der ihm die Indexperformance exakt liefert. Diese Methode ist kostengünstig und genau (Tracking Error = 0%). Zur Sicherung des Anlagevermögens wird meist in Staatsanleihen der G10 Länder investiert. Die Entwicklung dieser Sicherheiten wird mit der Swap-Gegenpartei gegen exakte die Entwicklung des zugrundeliegenden Index getauscht (Swap heisst Tausch). Es existiert aber ein Gegenparteirisiko des ETFs gegenüber der Swap-Gegenpartei, die vom Financial Stability Board auf 10% begrenzt worden ist. 
  • Sampling: Heisst Vereinfachung. Der ETF investiert direkt in Wertpapiere aus dem Index, jedoch wird nur in einen Teil der Wertpapiere investiert. Umfasst ein Index z.B. 500 Titel kann mittels Sampling in die 200 grössten Titel investiert werden. Damit kann die Indexentwicklung immer noch relativ genau abgebildet werden und es können Transaktionskosten gespart werden.

 

Currency Hedge:

ETFs bieten vermehrt Währungsabsicherungen an. So können Anleger in US Aktien investieren und das USD Risiko zum EUR oder zum CHF abgesichert haben.

Short ETFs:

Sind eine Besonderheit, da sie die negative Entwicklung des Index abbilden. Sinkt der Index 1% sollte der Short ETF 1% steigen und umgekehrt. Damit lässt sich auf sinkende Kurse setzen. Es gibt auch 2fach oder 3fach Short-ETFs, welche die Indexentwicklung 3-fach-negativ abbilden. (-1% im Index führt zu +3% im 3xshort-ETF). Short-ETFs werden auch als Bear-ETFs bezeichnet.

Leveraged ETFs

Eine weitere Besonderheit sind die Leveraged ETFs, welche die Indexperformance x2 oder x3 abbilden. Diese Leveraged ETFs oder Bull-ETFs steigen bei einem Indexplus von 1% um 3% und verlieren bei einem Minus von 1% auch 3%. Mit diesen Bull oder Leveraged-ETFs lässt sich überproportinal an steigenden Märkten teilhaben.

 

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