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passive Fonds (Indexfonds)

Was sind passive Fonds?

Passiv verwaltete Anlagefonds werden auch Indexfonds genannt. Der passive Fonds nimmt selbst keinerlei Einfluss auf die Zusammesetzung des Anlageportfolios sondern investiert die ihm anvertrauten Anlagegelder 1:1 anhand eines Index. Der Index (z.B der deutsche Aktienindex DAX) gibt die Anzahl und die Gewichtung der einzelnen Titel vor, in die der passive Fonds investiert. Die Verwaltung des Fonds beschränkt sich auf die Wiederanlage oder Ausschüttung von Dividenden sowie auf die Anpassung von Indexänderungen. Der grosse Vorteil von passiven Fonds sind die sehr geringen Kosten.

Unterschied aktive und passive Fonds

Im Gegensatz zum aktiven Fonds investiert der passive Fonds exakt in die vom Index vorgegebenen Werte und macht keine Auswahl. So investiert beispielsweise ein passiver DAX-Indexfonds nur in die 30 grössten deutschen Aktien, die im DAX Index vertreten sind mit exakt der Gewichtung, die jede Aktie im Index hat. Ein aktiver Fonds kann überbewertete Aktien aussen vor lassen und unterbewertete Aktien mehr Gewicht geben. Zudem kann er weitere Titel hinzunehmen, die nicht im Index vertreten sind.

Verwaltungsgebühr für passive Fonds

Für die Verwaltung kassiert der Fonds eine Verwaltungsgebühr, welche jedoch bei passiven Fonds sehr gering und deutlich günstiger ist, als bei aktiven Fonds. Die Verwaltungsgebühr für passive Fonds liegt in der Regel bei 0.2% bis 0.5%, wobei täglich ein Bruchteil des Entgelds dem Fondsvermögen abgezogen wird.

Auswahl und Arten von passiven Fonds

Passive Fonds sind in der Regel reine "long-only-funds". Sie investieren ihr Geld direkt in Anlagewerte und Barmittel.

Passive Fonds haben das Anlageziel, den Index möglichst exakt nachzubilden. Dies lässt sich anhand des Tracking Errors messen.

Die Auswahl eines passiven Fonds beginnt mit der Auswahl des richtigen Index. Es gibt sehr viel Index-Angebote, die teilweise beträchtliche Renditeunterschiede aufweisen. Ein Problem bei Indexanlagen ist auch oft die mangelhafte Diversifikation, da einzelne Indexschwergewichte ein Anteil von 10-20% in einem Index ausmachen können. So machen beispielsweise die drei grössten Schweizer Aktien Nestlé, Novartis und Roche mit einem Gewicht von 21%, 19% und 17% rund 57% des Schweizer-Aktien-Index SMI aus, welcher rund 20 Titel umfasst. 

Der grösste Vorteil von Indexfonds liegt in der tiefen Verwaltungsgebühr. Wenn man davon ausgeht, dass die Mehrheit der aktiven Fonds den Index längerfristig nicht schlagen können, bieten Indexfonds langfristig grosse Renditevorteile. (Siehe Artikel "Kosten sparen mit ETFs").

Exchange Traded Funds (ETFs)

Unter den passiven Indexfonds haben sich die so genannten ETFs als Hauptanlagelösung verbreitet. ETFs bieten einen laufenden Börsenhandel (Exchange Trated Fund heisst Börsen-gehandelter-Anlagefonds). Damit verbinden ETFs den Vorteil einer Risikostreuung eines Anlagefonds und dem laufenden Börsenhandel einer Aktie.

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