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GoldGold physisch

Gold physisch

Gold in Form von Barren, Münzen, Nuggets und Schmuck

Die wohl reinste und edelste Form von Goldbesitz ist physisches Gold, das man direkt in die Hand nehmen kann. Am meisten gehandelt werden Goldbarren, sogenannte Standardbarren mit einem Feingewicht von 999.99. Der kleinste Barren (Plättchen) ist üblicherweise 1 Gramm schwer und ist aktuell ab etwa 50 Euro erhältlich. Weiter sind 2 Gramm, 5 Gramm, 10 Gramm, 20 Gramm, 1 Unze, 50 Gramm, 100 Gramm, 250 Gramm, 500 Gramm, 1 Kilo, 3 Kilo und 5 Kilo Barren im Umlauf. Der 5 Kilo Barren kostet etwa 200'000 EUR.

Üblicherweise werden Goldbarren mit einer Spanne zwischen Ankauf und Verkaufspreis gehandelt. Dieser sogenannte Spread stellt die Kommission des Händlers dar. Weitere Kommissionen sind nicht üblich. Der Spread beträgt bei den kleinen Plättchen etwa 10%, bei den Kilobarren nur noch 0.5%-1%. Kleine Barren sind also teurer als grosse. Die kleinen lassen sich aber im Ernstfall auch einfacher gegen Waren oder andere Metalle eintauschen. Ein 5 Kilo Barren, der den Wert eines Einfamilienhauses aufweist, lässt sich im Lebensmittelgeschäft schlecht eintauschen! Grosse Barren bieten dafür den Vorteil einer langfristigen Anlage, die auf kleinstem Raum Platz findet. Beim Barrenkauf wenden Sie sich bitte an eine Bank oder an einen Fachhändler und kaufen Sie nur Gold, dass von einem anerkannten Hersteller geprägt worden ist. Eine Liste der anerkannten Prägestellen wird von der London Bullion Market Association veröffentlicht.

Auch beliebt sind Goldmünzen. Hier gibt es verschiedene Prägungen aus der Neuzeit aber auch historische Münzen. Neuzeitliche Prägungen werden zum reinen Goldwert gehandelt, historische Münzen oder Münzen mit Seltenheitswert weisen zusätzlich einen Sammlerwert auf. Das Geschäft mit Goldmünzen wird auch Numismatik oder auf Englisch Bullion Coins  genannt. Der Nachteil von Münzen ist, dass sie einen noch grösseren Spread aufweisen als kleine Goldplättchen. Dafür sind sie schön anzuschauen und ein ideales Geschenk für Grosskinder. Grundsätzlich bieten Banken am Schalter faire Kundenkurse an, ein Vergleich lohnt sich aber allemal. Für grössere Käufe lohnt sich auch der Gang zu einem Goldhandelshaus, das ein breiteres Angebot und faire Kurse anbietet. Auch im Internet gibt es Goldhändler. Achten Sie aber auf seriöse Angebote, und halten sie die Versand und Versicherungskosten im Auge!

Handelsübliche Münzen (Gold Bullions), die zum reinen Goldwert gehandelt werden:

Südafrika: Krügerrand 1 OZ (Feinunze) , ½ OZ, ¼ OZ und 1/10 OZ

Kanada: Maple Leaf 1 OZ (Feinunze) , ½ OZ, ¼ OZ und 1/10 OZ

USA: American Eagle, 1 OZ (Feinunze) , ½ OZ, ¼ OZ und 1/10 OZ

Austalien: Nugget 1 OZ (Feinunze)

England: Britannia 1 OZ,  1 Pound alte und neue Sovereigns

Österreich Philharmonic 1 OZ, 100 Kronen, 1 Dukat oder 4 Dukat

Schweiz: 10 Francs und 20 Francs Vreneli, 20 Francs Helvetia, 20 Francs Napoleon

Italien: 20 Lira

Mexico: 50 Pesos

 

Weiter kann man Gold auch in Form von Nuggets, Schmuck oder Uhren erwerben. Bei dieser Form gilt es genau abzuschätzen, wie hoch der Goldgehalt des Objekts exakt ist, damit man nicht zu viel bezahlt. Es gibt billigen Schmuck und Uhren, der nach Gebrauch nur noch zum Goldpreis verkauft werden kann. Will man etwas Exklusiveres, das seinen Aufpreis erhält, lohnt es sich mehr Geld zu investieren. Schweizer Luxusuhren der Marken Rolex, IWC oder Breguet werden auch Jahre nach dem Kauf noch zu hohen Preisen gehandelt und nehmen im Wert sogar zu. Hier sollte der Aufpreis zum reinen Metallpreis sicher gehalten werden können.

Der grösste Nachteil des physischen Goldbesitzes besteht in der Lagerung und Aufbewahrung. Im Garten eingegraben kann man sich im Alter nicht mehr an die Stelle erinnern. Im Haus versteckt, ist es vor Diebstahl oder Verlust nicht sicher und der Haustresor wird sicher als erstes geknackt! Es lohnt sich also ein Schrankfach bei einer Bank zu mieten. Solange die Bank nicht geplündert wird, bleibt das Gold dort sicher verwahrt. Die meisten Schrankfächer sind nämlich nicht gegen "höhere Gewalt" versichert, weil die Bank keine Kenntnis vom Inhalt des Fachs hat. Eine weitere Gefahr droht durch Diebstahl vom Staat, nämlich durch Enteignung. Schlussendlich sitzt der Staat gegenüber seinen Bürgern am längeren Hebel und kann kurzfristig Gesetze erlassen, wonach der private Goldbesitz verboten wird und das Gold gegen eine Banknote eingetauscht werden muss. (Deutschland 1936-1939, USA 1933-1974). Wer seinen Besitz langfristig in Form von physischem Gold bewahren möchte, dem wird geraten, nicht alles Gold in der gleichen Bank, im gleichen Versteck ja sogar im gleichen Land zu lagern!

Ein weiterer Nachteil von physischen Gold ist die eingeschränkte Verfügbarkeit. Wer sein Gold einmal im Schrankfach oder Tresor gelagert hat, kann keine online Aufträge bei einem Goldcrash placieren, kann nicht innert Minuten verkaufen und das Geld transferieren, sondern muss zuerst zu seinem Tresor gelangen, das Gold entnehmen und einen Käufer für diese Art von Gold finden. Es gibt auch Handelshäuser, die einen elektronischen Goldhandel vonBarren und Münzen ermöglichen (z.B Bullion Vault). Bitte vergewissern Sie sich aber bei solchen Angeboten, ob das Gold a) wirklich physisch hinterlegt ist oder ob es sich nur um "Papiergold" handelt, b) ob das Gold wirklich auf Ihren Namen lautet und c) wo und in welchem Land das Gold verwahrt wird. 

Ebenfalls angeboten werden sogenannte Metallkonti: Ein Metallkonto ist ein bei einer Bank geführtes Konto, das auf die Währung XAU, also Gold, lautet. Beträge die hier gutgeschrieben sind, sind eine Forderung gegenüber der Bank an deren Anteil von Gold, das sie auf eigenen Namen im Tresor hält. Das Metallkonto ist zwar physisch hinterlegt, aber bietet beim Konkursfall der eigenen Bank nicht ausreichend Schutz.

Des weiteren lässt sich beim Besitz von physischem Gold die Währung nicht absichern. Gold wird in USD gehandelt. Falls der USD an Wert verliert, ergo das Gold in USD steigt, aber dagegen die eigene Währung z.B. Franken gegenüber dem USD ebenfalls steigt, kann mit physischem Gold kein Gewinn erzielt werden. Wer also davon ausgeht, dass der Goldpreis nur in USD steigt, aber gegenüber der eigenen Währung stabil bleibt, sollte einen währungsgesicherten Gold ETF wählen.

Vorteile:

  • Langfristige Wertanlage
  • Alternative Währung
  • Freude am Sammeln und Tauschen

Nachteile:

  • keine Währungsabsicherung
  • breite Handelsspannen (Spreads)
  • eingeschränkte Verfügbarkeit, Handelbarkeit, Goldverbot 

Empfehlung:

Ich würde dem physischen Goldanleger raten, Gold in verschiedenster Form zu kaufen:

1. Goldmünzen als Notwährung im Haustresor

2. Goldbarren im Schliessfach bei der Bank im Ort

3. Goldbarren im Ausland als Schutz vor staatlicher Enteignung (z.B. via Bullion Vault, siehe unten).

 

Goldfritz Empfehlung: Bullion Vault

Die britische Buillon Vault ist der grösste Verwahrer von physischem Gold im Auftrag von Kunden. Aktuell verwahrt Buillon Vault über 1.7 Mia $ an Gold von über 50'000 Kunden. Ich bin dort selbst Kunde und kann online zu geringen Kosten echte Goldbarren verschiedenster Grössen auf meinen Namen kaufen. Das Konto kann online eröffnet und muss mittels Passkopie bestätigt werden. Dann kann ich Geld zu Gunsten Buillon Vault nach London überweisen. Beim Kauf habe ich die Möglichkeit, die Goldbarren in einen Tresor in Zürich, New York oder London zu kaufen oder verkaufen. Ich kann also mein Gold mit einem Mausklick über Kontinente verschieben! Gegen einen Aufpreis kann ich auch einen persönlichen Barren mit Seriennummer reservieren lassen und z.B. in Zürich abholen.

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