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Mehrwertsteuer beim Edelmetall-Kauf

MP900409539Gold und andere Edelmetalle werden als Kaptalanlage in den letzten Jahren wieder immer beliebter. Denn anders als bei Aktien oder sogar Fonds ist es relativ einfach, den Kursverlauf zu verfolgen und auch nachzuvollziehen. Da das Vertrauen der Anleger in den Spekulationsmarkt nach den letzten Krisen noch immer erschüttert ist, steigt die Nachfrage nach einer solchen einfachen und greifbaren Form der Anlage.

Neben dieser Einfachheit bietet die Anlage in Edelmetalle noch weitere Vorteile. Einer davon sind Einsparungen, die man im Hinblick auf die Mehrwertsteuer machen kann, wenn man Gold oder Silber kauft.

Die Mehrwertsteuer beim Goldkauf

Seit dem Jahr 2000 (in Deutschland sogar schon seit 1993) muss man beim Goldkauf in allen EU-Staaten keine Mehrwertsteuer mehr zahlen. Diese Steuerfreiheit ist zwar sowohl bei Barren als auch bei Münzen an bestimmte Konditionen geknüpft, diese werden jedoch so gut wie immer erfüllt.

=> Bei Barren darf der Goldgehalt nicht unter 995/1000 liegen

=> Münzen müssen mindestens eine Reinheit von 900/1000 haben. Zudem dürfen sie nicht vor dem 19. Jahrhundert geprägt worden sein und müssen in ihrem Herkunftsland offizielles Zahlungsmittel (gewesen) sein. Der Verkaufspreis darf außerdem nicht mehr als 80% über dem Wert des enthaltenen Goldes liegen.

Wie gesagt: Auf den Goldverkauf spezialisierte Fachhändler bieten in den allermeisten Fällen ausschließlich Ware an, die diese Voraussetzungen erfüllt. Kauft man sein Gold also bei einem Anbieter wie feingoldhandel.de, ist es quasi ausgeschlossen, dass die Zahlung der Mehrwertsteuer im Zuge dieses Kaufes fällig wird.

Die Mehrwertsteuer beim Kauf von Silber

Anders als bei Gold muss man bei Silber zusätzlich zum Kaufpreis auch die Mehrwertsteuer berappen, und zwar seit 2014 sogar den vollen Satz von 19%. Bis ins Jahr davor hatte noch der verminderte Steuersatz von 7% gegolten, wie man ihn von Lebensmitteln kennt.

Allerdings sind Silbermünzen oft differenzbesteuert. Der Händler zahlt schon beim Import eine Einfuhrumsatzsteuer von 7%. Dadurch kann die Mehrwertsteuer für den Endverbraucher verringert werden. Versteuert werden muss nämlich nicht der komplette Kaufpreis, sondern lediglich die Differenz zwischen dem Einkaufspreis des Händlers und dem Bruttoverkaufspreis. Trotz der Mehrwertsteuerpflicht ist die Belastung für den Konsumenten also nicht allzu hoch.

Weitere steuerliche Bestimmungen

Generell erhält man für den Besitz von Gold oder Silber keine Zinsen und muss dementsprechend auch keine Einkommenssteuer abführen. Auch beim Verkauf der Metalle fallen keine Steuern an, selbst wenn man damit Gewinn erzielt. Im Gegenzug können aber etwaige Verluste ebenfalls nicht in der Steuererklärung deklariert werden.

Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist, dass man das Edelmetall länger als ein Jahr besessen hat. Stößt man sie früher wieder ab, müssen die Gewinne dem Finanzamt mitgeteilt werden, es gilt jedoch für alle Veräußerungsgewinne ein Freibetrag von 600 €. Erst wenn dieser überschritten wird, werden Steuern fällig – dann allerdings für den gesamten Gewinn und nicht nur den Teil, der über dieser Grenze liegt.

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