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Altersvorsorge für den Pflegefall

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Die Altersvorsorge ist ein heikles Thema in Deutschland. Immer öfter werden Berichte von Senioren veröffentlicht, denen die Rente zum Leben nicht mehr ausreicht. Deshalb ist es für Arbeitnehmer wichtig, sich schon frühzeitig um eine private Altersvorsorge zu kümmern. Dazu zählt insbesondere auch eine Absicherung im Pflegefall. Doch macht eine private Pflegeversicherung überhaupt Sinn?

Welche Kosten entstehen im Pflegefall?

Besonders alte Menschen benötigen oftmals Hilfe, um ihren Alltag zu bewältigen. Durch Krankheiten wie Demenz, Parkinson oder einen Schlaganfall kann sich dieser Zustand noch verstärken. Im schlimmsten Fall sind die Senioren nicht mehr in der Lage, sich selbst um die tägliche Hygiene zu kümmern, zu essen und alltägliche Tätigkeiten durchzuführen. Doch auch jüngere Menschen können durch Unfälle oder Krankheiten von einem solchen Schicksal betroffen sein. Dann drohen hohe Kosten.

In vielen Fällen können sich Verwandte um die Betroffenen kümmern. Dann fallen in der Regel vor allem Kosten für Hilfsmittel wie einen Rollstuhl, eine Toilettenerhöhung, ein Pflegebett und ähnliches an. Oftmals lassen es Beruf und andere Verpflichtungen aber nicht zu, dass sich Verwandte um ihre pflegebedürftigen Angehörigen kümmern. In anderen Fällen gibt es wiederum keine Verwandten, die sich der Pflege annehmen können. Dann kommen Kosten für Pflegepersonal hinzu. Die Deutsche Seniorenbetreuung beispielsweise bietet Betroffenen Pflegekräfte, die 24 Stunden zur Verfügung stehen. In anderen Fällen oder bei fortgeschrittener Krankheit muss der Bedürftige in ein Pflegeheim verlegt werden.

Welche Hilfe gibt es im Pflegefall?

Die Pflegeversicherung ist in Deutschland Pflicht, das heißt, jeder Mensch muss eine solche abschließen. Im Pflegefall stellt der Betroffene einen entsprechenden Antrag an seine Versicherung. Diese prüft die Situation und weist dem Bedürftigen einen bestimmten Pflegegrad zu. Je höher der Grad, desto höher ist der Betrag, auf den Anspruch besteht. Grundsätzlich hat jeder Mensch übrigens Anspruch auf einen Pflegeberater. Dieser weiß über gesetzliche Regelungen Bescheid und kann Betroffenen beistehen. Darüber hinaus bieten viele Krankenkassen regelmäßig kostenfreie Pflegekurse an, die Angehörigen dabei helfen, Verwandten im Alltag zu unterstützen.

Auch der Staat leistet im Pflegefall finanzielle Hilfe. Der Betrag ist abhängig von der Schwere der Bedürftigkeit. Wird der Betroffene zu Hause gepflegt, liegt der Zuschuss bei maximal 1.470 Euro, eine Pflege im Heim subventioniert der Fiskus mit demselben Höchstbetrag. Den Rest muss der Pflegebedürftige bzw. seine Familie selbst bezahlen. Auch wenn der Pflegefall zu Hause lebt, gibt es vom Staat Unterstützung.

Private Zusatzversicherung sinnvoll?

Obwohl eine Pflege in Deutschland teuer ist und allein mit der gesetzlichen Rentenversicherung meist nicht gestemmt werden kann, ist es fragwürdig, eine zusätzliche private Pflegeversicherung abzuschließen. Denn wie Studien zeigen, sind nur die wenigsten Senioren auf ein Pflegeheim angewiesen, gerade einmal 15 Prozent aller Menschen ab 70 benötigt überhaupt Pflege. Vielen Menschen geht es bei einer Zusatzversicherung vor allem darum, dass die eigenen Kinder in Zukunft nicht zu sehr finanziell belastet werden. Für diese gilt jedoch ein Freibetrag von 1.800 Euro netto, inklusive Abzüge für Hauskredite etc. Viele Kinder kommen daher gar nicht in die Situation, für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen zu müssen.

Wer dennoch eine private Pflegeversicherung abschließen möchte, sollte dies bereits in jungen Jahren tun. Denn mit zunehmendem Alter oder in Krankheitsfällen steigen die Beiträge. Auf jeden Fall sollte der Vertrag vor dem Abschluss gründlich gelesen werden, denn in vielen Fällen sind dort einige Tücken versteckt, die im Pflegefall das Unterstützungsgeld mindern können. Experten raten daher eher dazu, das Vermögen in alternative Geldanlagen zu investieren und sich so Kapital für die Zukunft zu sichern.

 

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