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NewsSchatzsuche auf Konten: Milliardensummen schlummern vor sich hin!

Schatzsuche auf Konten: Milliardensummen schlummern vor sich hin!


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Nicht immer hinterlassen die Erblasser ihren Erben alle Angaben zu ihren Finanzen
 
Einen Schatzsucher verbinden die meisten Menschen mit einem klassischen Abenteurer im Indiana Jones-Style. Doch in 21 Jahrhundert gibt es Schatzsucher die sich einer anderen Branche verschrieben haben – nicht ganz so spannend aber finanziell absolut lukrativ. Auf Konten verstorbener Deutsche schlummern in Deutschland Milliardenbeträge, die den Erben zugeführt werden müssen.

Erbermittler werden oft von Angehören eines Verstorbenen beauftragt, wenn diese ein nicht auffindbares Vermögen vermuten. Oft wissen nicht mal alle Erben von Ihrem Erbrecht und müssen erst ermittelt werden. Bei den Banken schlummern hunderttausende Konten, Sparbücher und Depots die in Vergessenheit geraten sind. Wenn die Banken keinen Ansprechpartner erreichen und Briefe als unzustellbar zurückkommen, gelten die Konten als „nachrichtenlos“. Dieses tote Vermögen ohne direkte Erben wollen Erbermittler aktivieren.

 

Hohe Summen – Totes Kapital?

Aktuellen Schätzungen zufolge liegen zwischen 2 und 9 Milliarden Euro in genau solchen Konten. Allein bei der Sparkasse in Dortmund ist die Zahl nachrichtenloser Konten innerhalb von knapp 2 Jahren um 50.000 angestiegen. Genaue Zahlen gibt es allerdings nicht, denn Banken geben sich wenig auskunftsfreudig, denn an dem Geld verdienen die Banken aktuell mit.

Banken verdienen weiterhin Provisionen, denn auch wenn der Kontakt zum Kunden abbricht, besagt das Banken-Regelwerk, dass auf Grundlage bisheriger Entscheidungen weiter gewirtschaftet wird. Das Kapital kann auch zur Vergabe von Krediten genutzt werden und zeitgleich wird eine Kontoführungsgebühr erhoben. Wirklich gekündigt werden Konten nur dann, wenn diese letztendlich ins Minus rutschen. Die Banken melken die Kuh also bis zum bitteren Ende. Die Banken verwalten solche Gelder bis zu 30 Jahre, eventuelle Erben haben auch dauerhaft ein Anrecht auf das Geld.

 

Wieviele nachrichtenlose Konten gibt es!

Die Wirtschaftswoche hat sich kürzlich die Mühe gemacht, bei zahlreichen Banken direkt nachzufragen und die Resultate fielen sehr unterschiedlich aus. Während Banken wie die Commerzbank Angaben keinerlei Statistiken zum Thema zu führen, vermeldet die Sparkasse in Nürnberg rund 140.000 bewegungslose Konten. Streitbar ist der Unterschied zwischen Direktbanken und Filialbanken. Während viele Experten darauf hinweisen, dass Direktbanken weniger Kontakt zum Kunden haben und daher deutlich mehr nachrichtenlose Konten führen müssten, erklären die Direktbanken das genaue Gegenteil.

Die Gesetze rund um nachrichtenlose Konten lassen viel Spielraum für die Banken und das in einem Bereich die eigentlich extrem streng reguliert ist. Nicht mal die BaFin gibt Vorgaben wie mit entsprechenden Konten umzugehen ist.

Zukunftsaussichten zu den Konten

Nur wenige Politiker beschäftigen sich mit der Thematik und fordern Verbesserungen seitens der Banken. Norbert Walter-Borjans (Finanzminister aus NRW) fordert ein zentrales Register, indem Banken solche Konten und Depots öffentlich zugänglich machen sollten. Er möchte verhindern dass Banken sich unrechtmäßig am Kapital toter ehemaliger Kunden bereichern. Andere Politiker fordern einfach mehr Informationen von den Banken, um einschätzen zu können, wie groß die Problematik wirklich ist.

In der Schweiz zum Beispiel sind die Banken zu einem öffentlichen Register gezwungen. Bereits seit 2015 müssen die Banken alle Konten die seit 60 Jahren kontaktlos sind und einen Betrag von über 500 Franken aufweisen veröffentlichen. Durch dieses Register konnten immerhin 5 Prozent der namenlosen Konten den rechtmäßigen Erben zugeführt werden.

Quellen:
https://www.dormantaccounts.ch/narilo/
https://www.deinefinanzen.de
https://www.wiwo.de

 

 
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