Auch in der heutigen Zeit gibt es genügend Gründe, die für ein Konto in der Schweiz sprechen. An diesem Artikel gehe ich auf die wichtigsten Punkte ein, warum aus meiner Sicht für Anleger aus Europa vieles für ein Konto in der Schweiz spricht. Die Vorteile sind dabei nicht von der Hand zu weisen.

 

Punkt 1 – Das Schweizer Bankkundengeheimnis

Privatsphäre und Datenschutz haben im Zeitalter von Internet und DSGVO wieder an Bedeutung gewonnen. Entstanden ist das Schweizer Bankkundengeheimnis vor über 100 Jahren, wurde 1935 im Gesetz verankert und es gilt noch heute. Ursprünglich entstanden ist es zum Schutz von Privatsphäre und Anonymität gegenüber Repressiven Regimes, die das Eigentum Ihrer Bürger entwendet statt geschützt haben in einem kriegerischen Europa im frühen 20. Jahrhundert. In der Nachkriegszeit hat sich das Bankkundengeheimnis immer mehr zum illegalen "Steuersparmodell" entwickelt und viel unversteuertes Geld aus Resteuropa angezogen. Hintergrund waren die stetig gestiegenen Steuersätze zur Finanzierung des Sozialstaates. Ursprünglich nicht dafür ausgelegt und aufgrund des hohen diplomatischen Drucks aus dem In- und Ausland ist die Schweiz zu einem Modell des Automatischen Informationsaustauschs übergegangen. Was ist darunter zu verstehen? Die Schweiz will nur noch versteuerte Gelder aus dem Ausland beherbergen und hat im Rahmen der OECD-Länder ein Abkommen unterzeichnet, das 1x jährlich den Kontostand und die Zinserträge zusammen mit der Steuernummer des Kunden an die jeweiligen Ländern meldet. Dies dient zur Sicherstellung der Besteuerung in den Herkunftsländer der Bankkunden. Um die Steuer ordentlich zu entrichten, erhalten Kunden einen Steuerreport, der beim Finanzamt eingereicht werden kann.

 

Dann gilt das Bankkundengeheimnis also nicht mehr?

Falsch. Das Bankkundengeheimnis gilt nach wie vor. In einer Welt der permanenten Überwachung ist es beruhigend zu wissen, dass niemand in ihren Kontobewegungen rumschnüffeln kann. Die Daten sind weder für Amtsstellen noch für Andere online einsehbar. Lediglich die jährliche Meldung wird zentral von der Eidgenössischen Steuerverwaltung an die Herkunftsländer übermittelt. Weder der AZUBI auf dem Steueramt noch der Sohn vom Nachbar, der bei der Sparkasse arbeitet kann ihren Kontosaldo abfragen. Vor allem Unternehmer, Prominente und Sportler schätzen diesen zusätzlichen Schutz.

 

Punkt 2 – Rechtssicherheit und Stabilität

Die Schweiz ist ein Neutraler Rechtsstaat im Herzen von Europa. Mit seinen 8.5 Mio. Einwohnern und den vier Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, ist es stolz auf seine gelebte Demokratie sowie auf seine Unabhängigkeit und Stabilität. Die Schweiz ist weder Mitglied des Euros, noch der Europäischen Union und auch nicht der NATO. Gesetzesbeschlüsse können mit einer Volksabstimmung rückgängig gemacht werden. So ist in der Schweiz das Volk, der Souverän, das oberste Gesetzgebende Organ. Wir geben uns unsere Gesetze selber, weil wir mündige Bürger sind. Warum ist das für Bankkunden aus dem übrigen Europa interessant?

 

Der Finanzplatz Schweiz gilt als sicherer Hafen weltweit nicht erst seit dem 2. Weltkrieg. Die Schweiz ist dabei frei von der Haftung für überschuldete Krisenländer und trägt keine Verpflichtungen  im Rahmen der Europäischen Banken-Union. Zudem stehen den Endkunden alle Rechtsmittel offen, sich gegen eine Kontoblockierung oder einen Datenaustausch zu wehren. Dies ist vor allem für Unternehmer interessant. In der heutigen Zeit können Schadenersatzklagen, eine Betriebsprüfung oder ein Konkursverfahren schnell eröffnet werden. Noch vor einem endgültigen Richtspruch wird der Betroffene von den Ämtern und der Öffentlichkeit bereits als schuldig angesehen. So können beispielsweise in Deutschland Konten sofort blockiert werden und der handelnde Unternehmer so handlungsunfähig gemacht werden.

Selbst wenn die Anschuldigungen jeglicher Grundlage entbehren, hat der Betroffene keinen Zugriff mehr auf seine Privat- und Unternehmenskonten. Nicht so bei einem Konto in der Schweiz. Dieses kann nur mit einem Rechtshilfegesuch gesperrt werden, wofür eine nachweislich kriminelle Aktivität gegenüber der Eidgenossenschaft nachgewiesen werden muss. Zudem kann sich der Kunde dagegen in der Schweiz juristisch zur Wehr setzen. De facto also bleibt das Schweizer Konto so stets in der vollen Verfügungsgewalt des Kunden, solange dieser nicht nachweislich in kriminelle Machenschaften verwickelt ist.

 

Punkt 3 – Der Schweizer Franken

Der Schweizer Franken wurde 1850 zwei Jahre nach der Gründung des modernen Schweizer Bundesstaats als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Damit ist der Franken eines der ältesten und beständigsten Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel der Welt. In dieser Zeit hat sich der Franken dank seiner ausserordentlichen Stabilität als weltweite Notwährung und sicherer Hafen hervorgetan. Dank dem sicheren und attraktiven Franken, war die Blüte des Schweizer Finanzplatzes erst möglich. Auch in der heutigen Zeit bleibt der Franken attraktiv. Während die meisten Volkswirtschaften wie USA, Japan, China und Europa völlig überschuldet sind mit deutlich über 100% Schuldenquote vom BIP, ist die Schweiz eines der wenigen Länder mit sehr tiefer Staatsverschuldung und einem AAA-Rating, der höchsten Bonitätsnote. Darüber hinaus hat sich in der Schweiz eine stabile Aktionärskultur entwickelt mit beständigen Unternehmen, die eine hohe Dividende zahlen wie Nestlé, Novartis, Roche, Zürich Versicherung, ABB und viele mehr.

 

Wird es den Euro in 10 Jahren noch geben? Vielleicht ja. Vielleicht auch nicht. Die Geschichte lehrt uns, das es anders kommen kann als gedacht. Gerade der Deutsche wurde in den letzten 100 Jahren 3 Mal seines Vermögens beraubt: 1. Weltkrieg, Hyperinflation Weimarer-Republik und 2. Weltkrieg (Reichsmark). Wer also über Vermögen verfügt, das er anlegen kann, macht sich früher oder später Gedanken um die Zukunft und die Sicherheit und landet so vernünftigerweise beim Thema Schweiz.

 

Bei einer lokalen Bank sind kaum je Anlagen in Franken möglich noch kriegt man dafür gute Empfehlungen und Produkte. Das ist mit ein Grund, warum die Schweiz bei Anlegern hoch im Kurs bleibt. Viele Menschen aus dem Euro Raum bringen Kapital, das sie langfristig anlegen möchten in die Schweiz. Zum einen um Vermögensteile in den Franken zu diversifizieren, zum andern um bewusst auch Vermögen ausserhalb der EU zu halten. Und das völlig legal und auch legitim. Ich bin selber seit 20 Jahren im Schweizer Bankwesen tätig und beobachte in den letzten Jahren eine beschleunigte Vermögensverschiebung von Euroländern in die Schweiz. Zuerst waren es nur die Eliten der Wirtschaft, die Geld ins "trockene" gebracht haben. Mittlerweile sind die Sorgen um die Geldsicherheit so weit verbreitet, dass breite Bevölkerungsschichten sich nach dieser Möglichkeit erkundigen.

 

Punkt 4 – Persönliche Beratung

Was früher selbstverständlich war, muss heute gesucht werden. Eine kompetente und vertrauenswürdige Beraterpersönlichkeit, die einem in finanziellen Dingen gut berät. Warum hat die Fluktuation und Beratungsqualität bei Banken in Deutschland so stark gelitten? Es sind zum einen die tiefen Zinsen, die das Filialgeschäft unrentabel machen und massenweise Stellenstreichungen zur Folge haben. Gute Berater suchen sie daher auf einen Filiale meistens vergebens. In den grossen Zentren ist es nicht viel besser. Zum zweiten verhindert die Regulierungswut aus der EU, genannt MIFID II, eine sinnhafte Beratung. So erstaunt es nicht, das viele Banker nur noch hauseigene Zertifikate und Fonds verkaufen. Von Schweizer oder US-Aktien haben sie keine Ahnung, da sie nur legitimiert sind teure hauseigne Produkte zu verkaufen.

So bleiben dem Kunden nur noch folgende Möglichkeiten:

1) die Anlagen selber kostengünstig über das Internet managen, doch wer hat wirklich die Zeit und den Durchblick dazu?

2) den teuren Empfehlungen der Deutschen Filialbanker Folge leisten, was der finanzielle Ruin bedeutet oder

3) zu einer Privatbank, am besten in der Schweiz wechseln.

Dies ist meine persönliche, subjektive Meinung die ich mir dank  20 Jahren Erfahrung im Bankgeschäft in Deutschland und der Schweiz erlauben kann. Bin ich objektiv? Sicher nicht, da ich selber als Kundenberater bei einer namhaften Bank in der Schweiz arbeite. Eines vorneweg: Ein Konto in der Schweiz ist nicht günstiger, als ein Konto in Deutschland. Doch der Kunde bezahlt meist einen fixen Prozentsatz als Pauschale und hat dafür keine verstecken Kosten, keine Beraterprovisionen, eine unabhängige und vor allem gute Anlageberatung, die in der Regel bereits ab ca. 0.5 Mio. EUR startet.

 

Fazit: Es gibt viele Gründe, für ein Konto in der Schweiz. Die Vermögensverlagerung ist hochaktuell und kein Relikt aus einer anderen Zeit . Sie hat vor allem damit zu tun, dass die Probleme in Europa alles andere als gelöst sind. Vor allem wenn etwas schief läuft wird das massive Konsequenzen für Ihr Vermögen haben. Darum ist das Anlagekonto in der Schweiz eine echte Alternative für jeden der über Kapital verfügt.

 

Andy Schönenberger

 

 

In eigener Sache:

Ich bin Kundenberater für Deutsche Anlagekunden bei einer namhaften Schweizer Bank aus Leidenschaft. Privat mit der Region und dem Institut verbunden lebe ich Kontinuität, Vertrauen und liebe die Zusammenarbeit und den intellektuellen Austausch mit meinen Kunden.

Dieser Blog ist ein privates Engagement, um finanzielle Selbstentscheider nicht völlig im Regen stehen zu lassen und hat nichts mit meinem Beruflichen Engagement zu tun, weshalb der Name des Instituts bewusst nicht genannt wird. Sollte ich dennoch Ihr Interesse an einer geschäftlichen Zusammenarbeit geweckt haben, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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